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Husumer Nachrichten

24. Oktober 2017 | 08:16 Uhr

Kommunalwahl : Breklum hat die Wette verloren

vom

Erst kurz vor Mitternacht stand das Ergebnis fest. Pech für Langenhorn: Ein Wahlbezirk musste im Amtshaus noch einmal gezählt werden.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 08:03 Uhr

Breklum | Für die Gemeinde Breklum wurde es tatsächlich eine lange Wahlnacht. Erst eine viertel Stunde vor Mitternacht konnte das Abstimmungsergebnis dem Wahlleiter des Amtes Mittleres Nordfriesland, Marten Jacobsen, gemeldet werden. Ein Wahlkreis statt bisher drei in einem Wahllokal vereint, so hatte es die Gemeindevertretung Breklum entgegen dem Rat der Verwaltung gewollt. Und es kam, wie es stellvertretender Gemeindewahlleiter Dirk Bölter vorausgesagt hatte: Die Auszählerei zog sich bis in die Puppen.

Dabei war sich Bürgermeister Heinrich Bahnsen sicher gewesen, mit drei Zählgruppen in einem Raum die Sache so zu beschleunigen, dass man bis 21, spätestens bis 21.30 Uhr fertig sein würde. Aber: Der Wahlvorstand entschied anders. Alle Tische wurden in der Mitte des Saals im Restaurant Dravendahl zusammengerückt und der Inhalt der Wahlurne darauf ausgekippt. Ein Dutzend Zähler machte sich dann ans Werk. Es galt, 5803 Stimmen auszuzählen. Der Gemeinde-Chef war, als er das sah, "not amused". "Sowas kostet Zeit. Wäre unsere Entscheidung umgesetzt worden, hätten wir das bis spätestens 21.30 Uhr geschafft und ich hätte meine Wette gewonnen."

"Drei Zählgruppen in einem Raum - da wäre der Geräuschpegel viel zu groß gewesen, und dann lässt die Konzentration nach", machte Dirk Bölter gestern in einem Gespräch mit den Husumer Nachrichten noch einmal deutlich. "Wir wollten das nicht riskieren. Es hätten zu leicht Fehler passieren können." Es wäre einfach besser gewesen, drei gesonderte Räume dafür zur Verfügung zu stellen. Im übrigen habe der Wahlvorstand letztlich zu bestimmen, wie er vorgeht, das Amt habe lediglich eine Empfehlung abgegeben.

Bölter zollte dem Wahlvorstand ein großes Lob. Die Vorsitzende, Martina Mikosch, und Stefan Bardehle als Stellvertreter hätten ihre Aufgabe souverän gelöst und zusammen mit den Stimmenzählern "ihre Sache toll gemacht". Bölter: "Sie haben korrekt und ordentlich ausgezählt."

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,6 Prozent. Stimmberechtigt waren 1884 Bürger der 2000-Seelen-Gemeinde. Auf die CDU entfielen 38,1 Prozent, auf die SPD 18,3 und auf die WGB 43,6 Prozent. Für die CDU rücken in die Gemeindevertretung ein: Heinrich Bahnsen, Walter Klang, Ernst-Georg Nommsen, Hans-Jürgen Petersen und Frank von Balen. Die SPD ist mit Heinke Arff und Siegfried Asmussen vertreten. Die Wählergemeinschaft entsendet: Bernhard Schweger, Uwe Carstensen, Dörte Christiansen, Bruno Schildhauer, Claus Lass und Arno Borchardt.

Auch Langenhorn machte es spannend. Dort waren zwei Wahlbezirke korrekt ausgezählt worden. Als die Wahlvorstands-Vorsitzende des noch fehlenden Bezirks mit den Unterlagen beim Amt in Bredstedt ankam, stellte sich heraus, dass das Ergebnis nicht stimmen konnte. Dumm nur, dass der Wahlvorstand in Langenhorn zu der Zeit schon aufgelöst war und die Stimmenzähler beim wohlverdienten Feierabend-Bierchen saßen. Die Zeit drängte, und so zog sich Dirk Bölter mit fünf Helfern in einen Kellerraum des Amtes zurück und zählte nach. Gegen 22.30 Uhr konnte dann auch das Wahlergebnis für Langenhorn beim Kreis gemeldet werden.

51,3 Prozent der 2609 Wahlberechtigten waren zur Urne gegangen. Die CDU erhielt 29,9 Prozent, die SPD 20,7 und die AWG 49,4 Prozent der Stimmen. Für die CDU rücken in die Gemeindevertretung ein: Doris Friedrichsen, Volker Feddersen, Doris-Magdalene Carstensen, Sven Kloos und Udo Dux. Die SPD vertreten: Olde Oldsen, Udo Grünberg, Günter Matthiessen und Uwe Bahr. Für die Wählergemeinschaft arbeiten demnächst in dem Gemeindegremium: Horst Petersen, Sigrid Nissen, Ingrid Nissen, Hauke Petersen, Torsten Freese, Johannes Geyer, Ernst-Uwe Volquardsen, Henning Nissen und Melf Melfsen.

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