Betreuung vom Morgen bis zum Abend : Breites Angebot für Kinder und Eltern

Bei schönem Wetter geht es hinaus auf den Spielplatz.
Bei schönem Wetter geht es hinaus auf den Spielplatz.

Die evangelische Kindertagesstätte in St. Peter-Ording hat fast das ganze Jahr über geöffnet. Das wissen viele Eltern zu schätzen. Und so ist sie mit 178 Jungen und Mädchen die größte Kindertagesstätte im Kirchenkreis Nordfriesland.

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12. März 2014, 11:30 Uhr

Die evangelische Kindertagesstätte St. Peter-Ording und Tating (Kita) kann sich sehen lassen. Mit 178 Jungen und Mädchen ist sie eine der größten in ganz Nordfriesland. Jetzt überzeugte sich der Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport (AJKBS) des Nordseebads von der Arbeit der Einrichtung. Umfassend informierten Leiterin Brigitte Ranft-Ziniel und Christian Kohnke, Geschäftsführer des evangelischen Kindertagesstättenwerkes im Kirchenkreis Nordfriesland, das Gremium. Das Kita-Werk ist seit 2010 Träger der gemeindlichen Einrichtung.

Man sieht es der Einrichtung nicht an, dass sie im nächsten Jahr 50 Jahre existiert. Seit 1965 hat sie sich ständig weiter entwickelt und vergrößert. Für die 178 Kinder bringen sich 33 pädagogische Fachkräfte, zwei Jahrespraktikantinnen und sechs Funktionskräfte ein. Konny Köhne ist die stellvertretende Leiterin und zugleich für den Elementarbereich zuständig. Die Bereichsleitung Krippe hat Maike Christiansen, die für den Hort Beryl Schulz.

Einen Grund für den großen Zulauf sieht Brigitte Ranft-Ziniel in den Öffnungszeiten. Bei Ganzjahresöffnung mit einer Schließzeit nur im Winter zwischen den Festtagen und zwei Extraschließtagen erstreckt sich das Betreuungsangebot montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr. Welche Anforderungen Eltern heute an eine Kita stellen, machen auch die Belegungszahlen deutlich. Es gibt zwei Krippengruppen mit je zehn Kinder im Alter von einem bis drei Jahren. 16 davon werden ganztags betreut. Im Kindergarten sind es einschließlich Naturgruppe „Dünenkinder“ fünf Gruppen mit derzeit 98 Kindern, davon 60 Ganztageskinder. In den vier Hortgruppen (Klasse 1 bis 4) werden von 13 bis 17 Uhr 53 Kinder betreut. 120 Mittagessen werden täglich ausgegeben, außerdem gibt es ein Frühstücksbüfett. Es wird vom Zentralmarkt Karsten Johst in St. Peter-Dorf gesponsert.

Die Zusammenarbeit mit dem Kita-Werk habe sich sehr positiv eingespielt, so Ranft-Ziniel und Kohnke. Es ist für 27 Einrichtungen in Nordfriesland der Träger. Die Kita in St. Peter-Ording ist die größte im Kirchenkreis. Auch die Kooperation mit den Schulen am Ort, der kommunalen und der kirchlichen Gemeinde ist seit Jahren von Verlässlichkeit gekennzeichnet. Die Kita St. Peter-Ording und Tating ist in die Kirchengemeinde integriert. Pastorin Eva Hoefflin begleitet die Arbeit religionspädagogisch sowie mit wöchentlichen Morgenkreisen und Gottesdiensten. Die Kooperation mit der Grundschule in der unmittelbaren Nachbarschaft ist besonders eng. Vereinbarungen für den Elementarbereich und für den Hort schaffen die Grundlagen. So existiert schon seit langer Zeit am Montag das „Abenteuerturnen“ in der Utholm-Halle zusammen mit Schulkindern.

Wie sehr der Kommunalgemeinde ihre Kita am Herzen liegt, macht nicht nur deren Ausstattung deutlich, sondern auch der Einsatz für das Personal. So stehen für neue Mitarbeiter seit kurzem 20 Quadratmeter große, voll ausgestattete Wohnräume mit begrenzten Mietverträgen zur Verfügung, so dass die Möglichkeit besteht, sich in Ruhe nach einer Wohnung umzusehen. Ein wichtiger Standortfaktor in Zeiten des Fachkräftemangels auch im Kita-Bereich. Die Einrichtung beteiligt sich am Bundes-Projekt „Frühe Chancen“ für Sprache und Integration im Krippenbereich. Mitarbeiterinnen und Eltern sind einbezogen. Weiterhin existiert ein Konzept für eine Kita mit inklusivem Grundgedanken nach dem Motto: „Es ist normal, verschieden zu sein.“ Doch das erfordert eine Veränderung im gesellschaftlichen Denken, und bedarf auch zusätzlichen Personals. Zum Nulltarif ist das nicht zu haben. Gemeindevertreter Georg Werner Jensen kommentierte den Umgang in der Politik auf seine drastische Art wie folgt: „Ich habe den Eindruck, dass in der Bildungspolitik Inklusion mit Halluzination verwechselt wird.“

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