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Gesellschaft auf Titeljagd : Breitbandnetz-Initiative im Querdenker-Finale

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Da ist bundesweite Aufmerksamkeit garantiert: Die nordfriesische Breitbandnetz-Gesellschaft (BNG) strebt den „Querdenker-Award 2015“ an.

Erklimmt die Breitband GmbH & Co. KG (BNG) die nächste Sprosse auf der Erfolgsleiter? Nach der Auszeichnung durch den Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) mit dem „Breko-Award“ 2014 steht das nordfriesische Vorzeige-Unternehmen nun im Finale für den begehrten „Querdenker-Award 2015“. Die Breitbandnetz-Gesellschaft hat es unter die fünf Besten in der Kategorie Enterprise geschafft. Sie steht damit unter anderen im Wettbewerb mit der Sky Deutschland AG und der Münchner Abendzeitung.

Ausgezeichnet werden innovative Unternehmen für ihre erstklassige Führung und Weiterentwicklung. „Das ist für uns Ehre, Anerkennung und Herausforderung zugleich“, sagt Geschäftsführerin Ulla Meixner erfreut. „Alleine im Finale zu stehen, ist schon großartig – aber jetzt wollen wir den Preis auch nach Nordfriesland holen.“ Dazu kann jeder mehr tun als nur Daumen zu drücken. Unter www.breitband-nf.de besteht im Internet noch bis Sonntag, 15. November, die Möglichkeit, für die BNG abzustimmen und sie damit dem Ziel ein Stück näherzubringen.

Die bundesweite Aufmerksamkeit will die BNG nutzen, um zu zeigen, dass man manchmal einfach quer zu gewöhnlichen Konzepten denken muss, um etwas in Gang zu setzen. Die Geschäftsführerin spielt damit auch auf die aus ihrer Sicht ineffizienten Maßnahmen des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur an, mit denen der Breitbandausbau in Deutschland vorangetrieben werden soll. Erst am 20. Oktober hatte die Bundesregierung die neue Förderrichtlinie zur Unterstützung des Breitband-Ausbaus in Deutschland verabschiedet. Die Branchenverbände begrüßen diese Förderrichtlinie laut weiterer Pressemitteilung der BNG zwar im Grundsatz, befürchten aber gleichzeitig, dass damit wieder nur die alte Kupfer-Technologie über die Zeit gerettet werden soll.

Dem haben die Gemeinden der Ämter Südtondern und Mittleres Nordfriesland sowie die amtsfreie Gemeinde Reußenköge mit Gründung der BNG vor fünf Jahren bereits eine Absage erteilt. Hier setzt man auf die zukunftsfähige und nachhaltige Glasfaser-Technologie. „Alles andere ist halber Kram zu doppelten Kosten“, so Meixner. „Im Moment scheinen die Investitionen für kupferbasierte Übergangslösungen geringer, aber mit dem rasant steigenden Bandbreitenbedarf ist absehbar, dass in wenigen Jahren ein weiterer kostspieliger Glasfaserausbau nötig wird.“

 

Ziel: 24.000 Anschlüsse

 

Die BNG wurde im September 2010 gegründet und hat ihren Sitz in Breklum. Ziel der Gesellschaft ist es, ein flächendeckendes Glasfasernetz (FTTH) in den Gebieten der Ämter Mittleres Nordfriesland, Südtondern und der Gemeinde Reußenköge zu installieren und zu betreiben. Das umfasst etwa 24.000 Anschlüsse in 50 Gemeinden. Initiatoren und Gesellschafter sind zahlreiche Unternehmen, vorwiegend aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, sowie die Kommunen und Ämter.

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erstellt am 30.Okt.2015 | 09:00 Uhr

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