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Husumer Nachrichten

24. November 2017 | 03:04 Uhr

Schnelles Internet : Breitband: Es geht voran

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Drei Initiativen arbeiten mit Hochdruck daran, weite Teile Nordfrieslands mit schnellem Internet zu versorgen. In den Ämtern Mittleres Nordfriesland und Südtondern werden nun sechs weitere Gemeinden ans Netz gebracht.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Es geht nur Schritt für Schritt, aber der Breitband-Ausbau in Nordfriesland kommt Stück für Stück voran. Drei Initiativen arbeiten mit Hochdruck daran, weite Teile des Kreisgebietes mit schnellen Datenverbindungen zur versorgen.

Mächtig aufs Tempo drückt zurzeit die 2010 gegründete Breitbandnetz-Gesellschaft (BNG) aus Breklum. Ihr Ziel ist es, ein flächendeckendes Glasfasernetz mit etwa 24.000 Anschlüssen in 50 Gemeinden der Ämter Mittleres Nordfriesland, Südtondern und der Gemeinde Reußenköge zu installieren und zu betreiben. Nachdem die ersten elf Orte – Bohmstedt, Reußenköge, Drelsdorf, Vollstedt, Ahrenshöft, Struckum, Risum-Lindholm, Almdorf, Dörpum, Stedesand und Breklum – nahezu fertig sind, startet die Gesellschaft nun die nächste Ausbaustufe. Von Mai an geht es in den sechs Gemeinden Braderup, Uphusum, Sönnebüll, Klixbüll, Bordelum und Klanxbüll los. Parallel dazu laufen nach BNG-Angaben die Finanzierungsvorbereitungen für elf weitere Orte. Etwa 3800 Nordfriesen haben sich schon für das Glasfasernetz entschieden. „Ohne das Engagement der BNG wäre Nordfriesland in weiten Teilen schon heute von der digitalen Zukunft abgeschnitten“, betont Geschäftsführerin Ulla Meixner.

Die Weichen für den weiteren Breitband-Ausbau waren Ende Februar in der Gesellschafterversammlung gestellt worden. Einstimmig beschlossen rund 120 Gesellschafter die nächste Finanzierungs-Tranche für die sechs Gemeinden. Neben der VR Bank eG Niebüll und der Investitionsbank Schleswig Holstein tritt die Windenergie Goesharde GmbH & Co. KG dem Finanzierungskonsortium bei.

Ferner wurde laut der Geschäftsführerin die Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt: Viele Gesellschafter erhöhten ihre Beteiligungssumme, neue Gesellschafter traten bei, wie das Amt Südtondern mit drei Millionen Euro. Unter dem Dach der Ämter Mittleres Nordfriesland und Südtondern sind die Kommunen nun mit fünf Millionen Euro beteiligt. Der größte Beitrag kommt aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien mit acht Millionen Euro. Die Eon Hanse AG ist der größte Einzelinvestor mit drei Millionen Euro.

Die Wahl zum BNG-Aufsichtsrat brachte zwei neue Mitstreiter in das Gremium: Wilfried Bockholt, Bürgermeister der Stadt Niebüll, und Melf Melfsen, Windpark-Geschäftsführer aus Langenhorn. Nach langjähriger Arbeit als Aufsichtsratsvorsitzender trat Hans-Heinrich Andresen, Inhaber der WEB Andresen in Breklum, von seinem Amt zurück. „Wir wollen mit der WEB in den nächsten ein bis zwei Jahren rund 400 Megawatt Windleistung ans Netz bringen. Das erfordert meine volle Aufmerksamkeit und Zeit.“ Sein Nachfolger ist Hans-Detlef Feddersen, Inhaber der „ee-Nord“ GmbH im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog.

Unterdessen hat die Bürger-Breitband-Netzgesellschaft im südlichen Nordfriesland die Haushalte der Pilotgemeinde Löwenstedt ans Netz gebracht. Im Mai soll sich entscheiden, welcher Ort als nächstes an der Reihe ist.

Auch auf im Bereich der Inseln Pellworm, Föhr und Amrum sowie der Halligen Langeneß, Oland und Gröde geht es voran. Dort arbeitet eine kommunale Kooperation mit der Firma Lünecom daran, die Uthlande mit schnellem Internet zu versorgen. Auf Pellworm und Föhr ist es bereits soweit. Im Sommer soll Amrum folgen.

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