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Gelungene Mischung : Bredstedter Kulturmeile begeisterte

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei schönem Frühlingswetter kamen viele Besucher und genossen das Angebot von Kulturschaffenden und Ladeninhabern. Unter anderem erwartete sie ein Open-Air-Progrramm mit Musik, Tanz und Vortrag. Die Veranstalter sind zufrieden.

Wettertechnisch machte der verkaufsoffene Sonntag mit Kulturmeile in Bredstedt seinem Motto „Frühlingserwachen“ alle Ehre. Die Mischung aus Sonnenschein mit leichter Brise und Mittagstemperaturen um die 17 Grad ließ nicht nur Frühlingsgefühle aufkommen, sondern zog auch viele Besucher in die kleine Stadt. Nicht wenige nutzten den Tag, um zu shoppen oder um die Kaffeepause vor dem Eiscafé oder an einem der Stände Kulinarisches zu genießen. Ein weiterer Anziehungspunkt war der erste Open-Air-Flohmarkt der Saison auf dem Marktplatz, organisiert von Torsten Humfeldt.

„Ich habe mir ganz ohne Hektik Schuhe gekauft und mir danach das Friisk Hüs in Ruhe angeschaut“, berichtete Anneliese Martensen aus Flensburg. Das Domizil des Friesenrates, Sektion Nord, bot nämlich als eines von 17 Anlaufpunkten der Kulturmeile ein buntes Open-Air-Programm. Johann-Georg Carstensen vom Stadtmarketing hatte die mittlerweile sechste Kulturmeile auf die Beine gestellt. Viel Applaus bekamen die jungen Akteurinnen der Tanzschule Stümer aus Niebüll für die Show „Move it up“. Oke und Tade punkteten mit eigenen komponierten Liedern auf Friesisch, die Jungen und Mädchen aus dem Dänischen Kindergarten begeisterten mit ihren Aufführungen. Fiete Pingel vom Nordfriisk Instituut hielt einen Kurzvortrag zum Thema „Die friesische Freiheit“. Ehrenamtler von der Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland boten Informationsmaterial an.

Auch die Ausstellung des Vereins für Stadtbildpflege und Geschichte in der Grundschule war ein Anziehungspunkt. Mehr etwas für Insider war die Präsentation zur deutschen Geld- und Münzgeschichte von Ralph Dommisch in den Räumen von Uhren- und Schmuck Goldbäcker, die historischen Fotoaufnahmen von Horst Drews im Café Frida oder die Bilderausstellung des Kunstmalers Noel Lister. Der sonst so beliebte Flohmarkt in der Dänischen Schule war eher dünn besucht. Die Vertreter der dänischen Vereine hatten wenig zu tun. Trotzdem standen alle Ehrenamtler motiviert an Ort und Stelle. Beliebt war der Stand der Jungköche vom Verein der Köche der Westküste. Frisch, vor Ort zubereitete Lammspezialitäten fanden genügend Abnehmer. Der Bredstedter Werner Nicolaisen schaute dem Kupferstecher Peter Froese über die Schulter und erfuhr so ganz nebenbei, dass es nur noch acht aktive Meister dieser alten Kunst deutschlandweit gibt. Ansonsten stöberte er auf dem Flohmarkt, schaute sich die Oldtimer im Automobilmuseum an und war fasziniert über die Kirchenführung mit Pastor Peter Schuchardt. Der zeigte den Besuchern die Kirchenschätze. Organist Andy Buch wusste alles über die Orgel und ließ sie erklingen. „Ich fand das Angebot der Kulturmeile gut“, so sein Fazit. Einkaufen am Sonntag müsse nach seiner Meinung nicht sein, das könne er in der Woche. Den Abend werde er noch im Bürgerhaus bei der Abschlussveranstaltung „Lesung und Musik“ mit den Hamburger „Tüdelboys“ genießen. Brigitte Nissen von „Elfenzauber“ bot für die Lütten Bernsteinschleifen an. Sie sei zufrieden mit dem Sonntag. „Die Menschen kamen ohne Zeitdruck und haben auch gekauft“, so ihr Resümee. Die Kombination mit der Kulturmeile sei ideal. Auch die anderen Geschäfte erfreuten sich guten Zulaufs.

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