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Neue Verantwortliche : Bredstedter Kinderfest ist gerettet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Ehepaar Viertel kümmert sich künftig um die Traditionsveranstaltung in der Stadt. Zudem ist ein Vorstands-Quartett für den Vorsitz des Handwerkervereins geplant. Die Wahl findet im Frühjahr statt.

Es geht weiter mit dem Bredstedter Kinderfest. „Wir erklären uns bereit, einzuspringen“, verkündete Timo Viertel am Ende der zweistündigen Informationsveranstaltung des Bredstedter Handwerkervereins von 1859 im Bredstedter Sool. Gemeinsam mit Ehefrau Kathrin sind die Organisationsfäden künftig in den Händen der Viertels. Tatkräftig unterstützen will das Ehepaar Maike und Kevin Hilbert. „Wir haben Kinder und möchten, dass es mit dem Fest weiter geht“, bekannte das Quartett einmütig.

Die 32 Anwesenden, darunter Vereinsmitglieder, Vertreter des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Bredstedt und weiterer Vereine, sowie Eltern und Vertreter der Schulen, honorierten das Statement mit Applaus. Der kommissarische Vereins-Chef und zweite Vorsitzende, Frank Rehder, zeigte sich sichtlich erleichtert. „Das ist ein Glücksfall“, stellte er fest und sicherte dem jungen Team alle nur mögliche Unterstützung, auch die seiner Vorstandskollegen, zu.

Einleitend hatte Rehder detailliert seine Organisationsaufgaben und die seines Teams vorgestellt und eindringlich erklärt: „Ich werde mich definitiv im Frühjahr 2015 nicht mehr zur Wahl stellen. Auch der langjährige Gerätewart Paul Ludwig Petersen muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Wir brauchen zuallererst jemanden, der den Hut für das Kinderfest aufsetzt.“

Allen war im Laufe der sich anschließenden regen Diskussionsrunde klar geworden, dass das Kinderfest sowohl bei Schülern, Eltern, Bürgern und Gästen aus der ganzen Region nach wie vor beliebt ist. Ehrenvorsitzender Gustav Schmidt hatte zuvor die Frage in den Raum gestellt, ob das Fest angesichts des Zeitgeistes überhaupt noch gewollt ist. „Auch wenn die Kinder untereinander und nach außen oft sagen, dass das Kinderfest uncool ist, meinen sie es nicht so. Sie sind stolz, wenn sie die Königswürde erreichen oder Aufgaben übernehmen können, wie beispielsweise beim Schäferpaar. Es gab bisher noch nie Probleme“, berichtete Nis-Peter Nissen, Konrektor der Gemeinschaftsschule. Seitdem das Fest ohnehin auf nur zwei halbe Tage, nämlich Sonnabend- und Sonntagnachmittag, reduziert worden worden sei, kämen auch noch mehr Eltern, vor allem Väter.

In den Jahren zuvor fing das Fest ja bereits Freitagabend an und endete Sonntag. In früheren Zeiten war es sogar mit dem Montag ein richtiges Volksfest gewesen. Rektorin Carmen Alsen bestätigte: „Alle Kinder sind mit Eifer dabei. Es muss weitergehen, weil es auch wichtig ist für die ganze Region.“ Renate Harrsen, Schulleiterin der Grundschule Bredstedt, sicherte alle nur mögliche Unterstützung durch ihr Kollegium und sich selbst zu. „Die Kinder sind jedes Mal begeistert und mein gesamtes Team steht hinter dem Kinderfest“, bekräftigte sie.

Ob der Lösung des zweiten Problems muss die amtierende Mannschaft des Vorstands noch ihre Hausaufgaben machen. Michael Klotzke, Chef des Spielmannszuges im Handwerkerverein, wies darauf hin, dass, wenn kein neuer erster sowie zweiter Vorsitzender gefunden werde, dem Verein – wie jüngst auch dem Friesenverein – möglicherweise die Auflösung drohe. Es müssten dringend gezielt in Frage kommende Mitglieder oder Eltern angesprochen und geworben werden. Mitglied im Verein könne ja jeder Bürger werden, ohne Handwerker zu sein. Manfred Feddersen (HGV) hatte eine Antwort parat. Die jungen Ehepaare sollten doch gleich mit den Vorstands-Aufgaben vertraut gemacht werden, um sie im kommenden Jahr als neue Kandidaten aufzustellen. „Dem HGV ist sehr daran gelegen, dass der Handwerkerververein fortbesteht. Wir werden aktiv für ihn mitwerben“, bekräftigte der HGV-Vorsitzende Michael Thomsen. Was ihn gewundert habe, sei die Tatsache, dass 8.000 Flyer mit Hinweis auf den Info-Abend verteilt worden sind, aber nur so wenige gekommen waren. Auch das von ihm als Desinteresse gewertete Nichterscheinen von Schulverbandsmitgliedern wundere ihn. „Wir haben viele ältere Mitglieder. Aus diesem Pool werden wir wohl nicht schöpfen können“, sagte Schriftwart Kai Lorenzen. Es müsse versucht werden, vor allem Eltern zu begeistern. Schließlich mache die Arbeit auch Spaß. Der Schulverband Mittleres Nordfriesland, so ergänzte Rehder, habe keine organisatorischen Aufgaben beim Kinderfest. Im übrigen dürfen sich weitere Helfer für das Kinderfest bei ihm melden. Je mehr Arbeit sich auf viele Schultern verteilen lasse, umso besser.















 

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