Bordelum will Bürger mobil machen

Einer von 30: Die Bordelumer brachten sich mit vielen Ideen ein.
Einer von 30: Die Bordelumer brachten sich mit vielen Ideen ein.

30 engagierte Einwohner beim Auftakt für neues Ortsentwicklungskonzept

shz.de von
07. September 2018, 15:32 Uhr

Die Veranstalter der Bürgerwerkstatt waren sehr erfreut: Über 30 engagierte Bürger fanden sich zur Auftaktveranstaltung für das Ortsentwicklungskonzept im Foyer der Schule in Bordelum ein. Im Rahmen dieses Konzeptes sollten die Stärken und Potenziale sowohl eines jeden der zehn Ortsteile als auch der Gemeinde Bordelum als Ganzes herausgearbeitet werden. Am Ende des Planungsprozesses soll ein Konzept entstehen, das als Handlungsleitfaden für die kommunalpolitische Arbeit dienen soll.

Unter der Moderation des Planungsgruppe „Olaf Bonin-Körkemeyer“ (Wester-Ohrstedt/Leck) wurde den ganzen Abend intensiv gearbeitet – sowohl mit Einzelbeiträgen als in Gruppen. Dabei werden alle Äußerungen festgehalten und bieten damit viel mehr als nur ein Stimmungsbild für die weitere Bearbeitung des Ortsentwicklungs¬konzeptes.

Zunächst wurden die liebenswerten Seiten betrachtet, über die sich die Bürger mit ihrem Wohnort identifizieren. Auch Schwächen kamen zur Sprache und die Entwicklungspotenziale wurden auf den Punkt bzw. den Zettel gebracht. Als Perspektive haben die Teilnehmer, die natürlich Experten für das Leben in Bordelum mit all seinen zehn Ortsteilen sind, sehr treffende Ansätze und Ideen für die Zukunft ihrer Gemeinde formuliert.

Folgende Themenfelder wurden in Arbeitsgruppen bearbeitet:
>Siedlungs- und Ortsentwicklung, Wohnen und Wirtschaft
>Verkehr und Mobilität
>soziale Infrastruktur und Dorfgemeinschaft
>erneuerbare Energien

Als Stärken wurden die landschaftlich herausragende Lage, die sehr gute Wohnqualität, das sehr gute Angebot in den Bereichen Schule, Kindergarten Sport und ehrenamtliches Engagement bestätigt – sowie die sehr gute Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde.

Auch die Schwächen wurden benannt. Es sind die Entfernung zwischen den Ortsteilen, die Zerschneidungswirkung der B 5 und der L 6 mit ihrem starken Durchgangsverkehr sowie die eingeschränkten Möglichkeiten zur Mobilität für Menschen ohne Auto – seien es die Senioren, die zum Einkaufen fahren, oder die Kinder und Jugendlichen, die Aktivitäten in den anderen Ortsteilen wahrnehmen möchten. Fehlende Einkaufsmöglichkeiten, Geldautomaten, Spielplätze und Wegebeleuchtung, fehlende Entwicklungsmöglichkeiten für die Gewerbetreibenden am Ort und fehlende kleinere Wohnungen sind weitere Aspekte, für die es Lösungen zu entwickeln gilt. Für die Zukunft wurde auch die Notwendigkeit gesehen, die in Bordelum erzeugten erneuerbaren Energien bestmöglich und gewinnbringend zu nutzen, wenn sie eines Tages mit weit geringerer oder ganz ohne staatliche Förderung auskommen müssen.

Mit all diesen Informationen, Perspektiven und Aufgaben im Gepäck soll das Büro aus Wester-Ohrstedt und Leck in den nächsten Wochen den Grundlagenteil des Konzeptes erarbeiten. Dazu würden auch andere Planwerke, Unterlagen und Untersuchungen ausgewertet, berichteten die Planer.

Wie geht es nun weiter? Ein Arbeitskreis aus der Öffentlichkeit soll den Prozess begleiten. Es wird vorgeschlagen, dass dieser sich nach den Herbstferien Ende Oktober trifft und dann noch einmal Anfang Dezember. Zu den Treffen sind alle Bürger eingeladen, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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