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Husumer Nachrichten

24. August 2017 | 00:07 Uhr

Bolzplatz sorgt für Verdruss

vom

Wester-Ohrstedt | Die derzeitige Situation auf dem Bolzplatz in Wester-Ohrstedt ist für den Gemeinderat nicht hinnehmbar. Das machte Bürgermeister Wolfgang Rudolph in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung deutlich. "Es gibt eine Platzordnung. An die Ruhezeiten von 21 bis acht Uhr sowie von 12 bis 14 Uhr muss sich gehalten werden." Außerdem müsse der Platz wieder sauber verlassen werden. "Wir verlangen von den Jugendlichen, dass sie sich gegenüber älteren Menschen respektvoll verhalten."

Nach diesen deutlichen Worten begrüßte Rudolph die Gäste, darunter Michael Mäurer, der zum Thema Biogasanlage referieren wollte. Zu den Gästen gehörten auch Jens Godau und Kai Offermanns vom Ingenieurbüro Henning Holst aus Husum sowie Gunnar Söth, Geschäftsführer des Windparks Adlerhorst. Godau stellte Pläne vor, die Anlagen des Windparks durch größere zu ersetzen. Die derzeitigen seien 100 Meter hoch, die neuen etwa 150 Meter. Allein der Rotor habe einen Durchmesser von gut 100 Meter. Rudolph wies darauf hin, dass in diesem Fall eventuell der städtebauliche Vertrag geändert werden müsse.

Bei den anschließenden Beratungen kam auch das Thema Schattenwurf zur Sprache. Eine Abschaltautomatik sei vorgesehen, bestätige Offermanns. Auch ein Schallgutachten sowie ein Vogel- und Fledermaus-Gutachten würden in Auftrag gegeben. Derzeit sei eine Dauerbefeuerung geplant, die aber später auf eine Bedarfsanlage umgerüstet werden könne , erläuterte Geschäftsführer Gunnar Söth. In diesem Zusammenhang fragte Rudolph, ob der Park nicht in einen Bürgerwindpark umgewandelt werden könnte? Das löste bei Söth keine Begeisterung aus, wohl aber bei den Gemeindevertretern. "Dies entspricht nicht unseren wirtschaftlichen Interessen", stellte Söth klar. Dies müsse durchgerechnet und mit den Gesellschaftern besprochen werden.

Mit der Biogasanlage stand ein weiteres Energiethema auf der Tagesordnung. Mäurer erläuterte die beabsichtigte Veränderung. Um einen effektiveren Prozess zu erreichen, soll ein weiterer Fermenter errichtet werden. Dabei handele es sich nicht um eine Vergrößerung, bestätigte Rudolph. In den kommenden Sitzungen werde sich der Gemeinderat mit den beiden Themen intensiv beschäftigen, kündigte er an.

Die Bauarbeiten am MarktTreff kommen gut voran. "Der erste Termin wird vom Kindergarten wahrgenommen. Zur Weihnachtszeit soll der neue Markt-Treff geschmückt werden." Derzeit laufe wöchentlich eine Baubesprechung. Nahezu alles sei geklärt, lediglich bei der Innenausstattung sei man noch in der Entscheidungsphase. Doch Ende August solle die Bestellung rausgehen.

Rudolph wies auf den Bürgerbus hin, der ein wichtiger Bestandteil des Leuchtturmprojektes Markt-Treff in Kooperation mit dem MarktTreff Schwesing sei. Er dankte dem HGV, der die Gemeinde beim Busbetrieb unterstützt. "Der Bürgerbus darf nicht in Konkurrenz zu Unternehmen eingesetzt werden", stellte er klar. Außerdem dürfe das Fahrzeug nur von Vereinen aus Wester-Ohrstedt im Einzugsgebiet der Gemeinde sowie für Fahrten zu Kursangeboten im Markt-Treff Schwesing benutzt werden.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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