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Die wichtigste Verkehrsader von St. Peter-Ording : Böhler Landstraße wird doch saniert

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kreistag muss der Finanzierung des komplett neuen Fahrbahn-Aufbaus noch zustimmen. Zur Runderneuerung gehört zudem auch ein neuer Radweg und ein Bürgersteig. Drei Jahre dauert die Modernisierung.

Es gibt Hoffnung für die Böhler Lansdstraße in St. Peter-Ording. Die holprige Straße im Süden des Nordseebads muss dringend saniert werden. Schon lange ist es Thema, doch das Land hatte im vergangenen Jahr seinen Anteil von 1,2 Millionen Euro gestrichen, es gebe wichtigere Projekte, hieß es. Nun hat sich der Kreis-Bau- und Finanzausschuss dafür ausgesprochen, die Sanierung durchzufinanzieren, wie Bürgermeister Rainer Balsmeier in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses der Gemeinde berichtete. Somit werden sich der Kreis Nordfriesland und St. Peter-Ording die Kosten teilen, wenn denn der Kreistag zustimmt. Dann könnte mit den Arbeiten im nächsten Herbst begonnen werden. Drei Jahre sind für die Maßnahme veranschlagt. Mehrere Millionen Euro soll die Runderneuerung der 3,2 Kilometer langen wichtigen Verkehrsader kosten. Sie soll einen komplett neuen Aufbau, einen neuen Bürgersteig und einen neuen Radweg erhalten. Von den Kosten will die Gemeinde knapp die Hälfte übernehmen – obwohl es eigentlich eine Kreisstraße ist.

Als insgesamt erfreulich bezeichnete Balsmeier, der auch Tourismus-Direktor des Nordseebads ist, das Jahr 2013 für die Tourismus-Zentrale (TZ). Unterm Strich fährt sie einen Jahresüberschuss von gut 490.500 Euro ein. „Der Supersommer im Juli und August hat da sehr zu beigetragen, nachdem das Wetter im ersten Halbjahr sehr schlecht war“, so Balsmeier. Positiv auf das Jahresergebnis 2013 wirkte sich auch der Verkauf von Flächen rund um das Ording-Hus. Zusammen mit den Gewinnvorträgen aus den Jahren zuvor verfügt die TZ damit über ein Polster von 1,5 Millionen Euro. „Das benötigen wir theoretisch auch für den Ausgleich des Minus in diesem Jahr“, so Balsmeier. Laut Wirtschaftsplan für 2014 geht die TZ von 1,298 Millionen Euro aus, die am Ende fehlen könnten. Zum einen ist das dem großen Umbau der Dünen-Therme geschuldet, dafür wurden 2014 700.000 Euro der insgesamt zwei Millionen Euro veranschlagt, zum anderen der zusätzlichen Personal- und Material für die Beseitigung der Sturmschäden nach „Christian“ und „Xaver“. Auf rund 100.000 Euro schätzt Balsmeier die Summe.

Angesichts dieser Zahlen ist er umso zufriedener mit den Einnahmen in diesem Jahr. Dank des guten Wetters von Frühjahr bis in den Herbst hinein liegen sie bei den witterungsabhängigen Positionen Tageskurabgabe, Strandparken, Strandkorbmiete und Parkentgelte schon deutlich über dem Plan von 1,728 Millionen Euro. Tatsächlich nahm die TZ von Januar bis Oktober bereits 2,273 Millionen Euro ein. Auch die Dünen-Therme entwickelt sich erfreulich. Wegen des Umbaus bis Mitte des Jahres noch deutlich im Minus, ist auch dabei der Jahresplan bis Oktober schon längst erfüllt. Waren 758.000 Euro angesetzt, sind bis jetzt bereits 833.000 Euro in die Kasse geflossen. Das macht auch der Vergleich mit dem Vorjahresergebnis deutlich. Im Oktober 2013 erwirtschaftete das Freizeitbad, allerdings noch in der Bauphase, 54.000 Euro, 2014 im gleichen Monat waren es 141.000 Euro.

Doch die Zeiten werden nicht leichter. Wegen des neuen Finanzausgleichgesetzes muss die Gemeinde für 2015 voraussichtlich auf rund 250 000 Euro vom Land verzichten, erklärte Balsmeier in seinem Bericht. „Das ist ein herber Schlag.“

 

 

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erstellt am 24.Nov.2014 | 11:00 Uhr

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