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Husumer Nachrichten

20. November 2017 | 22:21 Uhr

Ahrenviöl : Bildungshaus nimmt Gestalt an

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Großteil der Arbeiten am Ahrenviöler Großprojekt ist abgeschlossen. Das neue Bildungshaus soll im Mai 2018 eingeweiht werden.

Größtes Projekt in der gut 520 Einwohner zählenden Gemeinde Ahrenviöl ist derzeit das Bildungshaus in der Raiffeisenstraße. Die meisten Arbeiten seien abgeschlossen, berichtete Bürgermeisterin Edith Carstensen in der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Für das Projekt habe die Gemeinde von der Aktivregion Eider-Treene-Sorge einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro erhalten. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 450.000 Euro, rechnete Carstensen vor. „Wir können das Bildungshaus aus der eigenen Rücklage finanzieren“, erklärt sie weiter. Daher sei eine Kreditaufnahme nicht nötig gewesen.

Doch es gibt auch klare Vorgaben für das neu errichtete Haus, das gleichzeitig als Feuerwehrgerätehaus genutzt wird. „Veranstaltungen, die bisher im Kroog stattgefunden haben, werden auch weiterhin dort ablaufen. Dies sei außerdem in den Förderstatuten fest verankert. „Eine Konkurrenz zum Dörpskrog wird es nicht geben“, so Carstensen.

Hauptziel der Bildungsstätte Ahrenviöl sei die Stärkung und Vernetzung von Bildungsangeboten und -orten für Jung und Alt. Gefördert wird das Projekt auf Initiative des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Noch sind die Räume kahl und leer. Doch das soll sich in den kommenden Wochen ändern. Fliesen und Malerarbeiten stehen noch an, genauso wie die Verlegung des Fußbodens. Lange Diskussionen gab es bei der Farbgebung beziehungsweise beim Bodenbelag. Schließlich einigten sich die Gemeindevertreter auch darauf. Großes Lob zollte die Bürgermeisterin den ausführenden Firmen. „Sie haben professionelle Arbeit geleistet und wir sind sehr zufrieden.“ Für den 1. Mai des kommenden Jahres ist die feierliche Einweihung beziehungsweise ein Tag der offenen Tür vorgesehen, darauf verständigte sich das Gremium.

Weitere Themen

Während der Sitzung im Gasthaus zur Waldschänke ging die Bürgermeisterin auf die vergangene Bürgermeister-Dienstversammlung ein. Zu den angesprochenen Themen habe auch das Finanzausgleichsgesetz gehört, das von der jetzigen Landesregierung geändert werden soll. Dabei sprach sich Carstensen dafür aus, dass jede Gemeinde selbst entscheiden soll, wann, wo und in welchem Maße Straßenausbaubeiträge erhoben werden sollten. „Die Bürger dürfen nicht mit überhöhten Forderungen belastet werden“, stellte sie unmissverständlich klar. Bei Straßeninstandsetzungen dürften keine Beiträge erhoben werden. Anders verhielt es sich bei Kanalisationsarbeiten. „Doch auch hier sollten für den Anwohner verträgliche Beiträge berechnet werden.“

Für Diskussionsstoff sorgte ein Antrag von Amtswehrführer Rolf Schadwald. Mit seiner Absicht, zu jeder Gemeinderatssitzung im Amtsbereich eingeladen zu werden, stieß der Amtswehrführer in Ahrenviöl auf Skepsis. „Bei Feuerwehrangelegenheiten, die unsere Gemeinde betreffen, werden wir weiterhin unseren Wehrführer Timo Carstensen einladen“, stellte Carstensen klar und bekam von den Gemeindevertretern uneingeschränkte Rückendeckung. „Wir dürfen Timo Carstensen nicht übergehen und stattdessen Rolf Schadwald einladen“, so die Bürgermeisterin weiter. Einstimmig wurde der Antrag des Amtswehrführers abgelehnt.

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