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Projekt im Husumer Schlossgarten : Bewegung an der frischen Luft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Schlossgarten soll ein Spiel- und Trimmpark für Alt und Jung entstehen – und zugleich der Klinik Husum für Reha-Maßnahmen dienen. Dadurch könnten mehr Fördergelder fließen.

Rührig ist er, der Seniorenbeirat der Stadt Husum. Und seine Ideen schlagen durchaus auch auf die jüngeren Jahrgänge in der Storm-Stadt durch. Wie zum Beispiel die zur Errichtung eines Bewegungsparks im Schlossgarten. „Schon im Frühjahr wurden die diesbezüglichen Anregungen dem Bauausschuss vorgelegt“, sagt dessen Vorsitzender Sven-Thomas Schmidt-Knäbel.

Der Beirat schlug in seinem ursprünglichen Antrag vor, auf der nordöstlichen Geländefläche der Alten Freiheit einen Bewegungspark für Jung und Alt einzurichten. Auf gut 400 Quadratmetern sollten nach den Vorstellungen des Beirats zahlreiche Spiel- und Trimmgeräte aufgebaut sowie eine neue Boule-Bahn angelegt werden. Allerdings hätte nach Einschätzung der Beiratsmitglieder im Gegenzug der Spielplatz im südwestlichen Eingangsbereich des Schlossgartens aufgelöst werden müssen.

Die Idee eines Bewegungsparks kam zwar im Bauausschuss und in der Verwaltung grundsätzlich gut an. Doch die Stadt hatte andere Vorstellungen, was den Standort anging – und die Größe des Projektes. „Im Ausschuss wurde darauf hingewiesen, dass der angesprochene Spielplatz sehr gut genutzt wird und erhalten bleiben soll“, so Schmidt-Knäbel. Der gehöre nämlich zu den wenigen Spielstätten, wo sich die Kinder ohne Gefahr durch den Verkehr austoben können. Die Verwaltung schlug daher vor, den Bewegungspark in direkter Anbindung zum bereits bestehenden Boule-Platz in unmittelbarer Nähe des Klinikums zu errichten. Und beauftragte einen Landschaftsarchitekten mit der Erstellung von Plänen. Auch sollte in diesem Zusammenhang der Boule-Platz auf Vordermann gebracht werden.

Neben der Stadt und dem Seniorenbeirat könnte aber noch ein weiterer Interessent in das Projekt einsteigen – und zwar ein sehr wichtiger, so Ilse Tekampe, ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats. „Wir haben mit Dr. Ludolf Matthiesen, dem Chefarzt der Geriatrie am Klinikum Husum, Gespräche geführt“, berichtet sie. Und der habe für das Klinikum großes Interesse bekundet, die Geräte des Parks für Rehabilitationsmaßnahmen zu nutzen.

Das konnte auch Schmidt-Knäbel bestätigen. Allerdings ist dem Bauausschuss das Projekt nach den derzeitigen Planungen des Landschaftsarchitekten mit etwa 120.000 Euro noch zu teuer. Deshalb habe das Architektenbüro den Auftrag erhalten, eine abgespeckte Version vorzulegen, dessen Kosten niedriger ausfallen, so der Bauausschuss-Vorsitzende. Und der nächste Schritt wäre dann, mit den überarbeiteten Plänen bei der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland einen Förderantrag einzureichen. Denn von dort sei bereits das Signal gekommen, dass bei einer Koppelung des Bewegungsparks mit den Reha-Maßnahmen des Klinikums eine höhere Summe an Hilfen möglich wäre. „Doch bis dahin müssen wir erst noch weitere Gespräche führen, um zu klären, ob wir das Projekt überhaupt in der angedachten Größenordnung umsetzen können“, so Schmitz-Knäbel.

Derjenige, der das Vorhaben von Seiten des Seniorenbeirats angestoßen hat, ist jedenfalls schon nicht mehr im Amt. Denn beim Beirat steht ein Wechsel im Vorstand an. Grund ist der Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Gernot von der Weppen. 15 Jahre lang hat er den Beirat geführt und auch die Idee zum Bewegungspark entwickelt. „Jetzt wird es Zeit, dass jüngeres Blut die Verantwortung übernimmt“, gab von der Weppen zu verstehen. Doch die nächste reguläre Sitzung mit Vorstandswahlen wird es erst nächstes Jahr geben. Bis dahin wird der stellvertretende Vorsitzende Dieter Lembrecht die Geschicke des Beirats führen.


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