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35. Husumer Hafentage : Bewährtes Konzept – neuer Veranstalter

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Husumer Hafentage werden in diesem Jahr nicht mehr von der Hafen Event GmbH, sondern erstmals von der Messegesellschaft organisiert. Das Konzept als großes maritimes Volksfest bleibt aber unverändert.

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erstellt am 01.Apr.2016 | 15:00 Uhr

Bereits zum 35. Mal werden in diesem Jahr vom 3. bis 7. August die Husumer Hafentage gefeiert. Drei Bühnen mit Live-Musik, zahlreiche Mitmach-Aktionen, das abwechslungsreiche Tagesprogramm, die Kinder-Unterhaltung – das alles bleibt, aber der Veranstalter ist neu: Mit dem heutigen Tag übernimmt die Messe Husum und Congress den Stab von der Hafen Event GmbH. „Wir haben mit der Messegesellschaft ein erfahrenes Team um Peter Becker gefunden, das nicht nur die Hafentage, sondern auch die Krabbentage und das Krokusblütenfest in unserem Sinne weiterführen wird“, sagt Peter Cohrs, der zusammen mit Karl-Heinz Häuber die Hafen Event GmbH leitet – ehrenamtlich. „Für uns ist das vom Zeitaufwand her neben dem Beruf einfach nicht mehr zu schaffen. Wir ziehen uns aber nur aus dem Organisatorischen zurück und bilden mit Peter Becker den dreiköpfigen City-Marketing-Beirat neu, der im Hintergrund für die Durchführung der drei Veranstaltungen mit Tipps und Hilfe bereitsteht“, ergänzt Cohrs.

Auch Meilen- und Musikmanager Willi Bossen bleibt den Hafentagen erhalten, so dass die neuen Organisatoren auf einen erfahrenen Mann zählen können, der die nötigen Kontakte zu Schaustellern, Budenbetreibern und Künstlern hält. Und Bossen hat schon reichlich vorgearbeitet: „Das Programm steht bereits zu 80 Prozent“, verrät er. Als besonderen musikalischen Leckerbissen hat er für den Donnerstagabend die siebenköpfige Frankfurter Jan-Delay-Coverband „Jam Delay“ eingekauft. Die Band mit ihren swingenden Bläsern hat Hits wie „Oh Jonny“, „Türlich, Türlich“, „St. Pauli“ und viele weitere Songs des Originals im Gepäck. Und die Husumer Blues-Rock-Band „Rockville“ wiederholt ihr erfolgreiches Gastspiel von 2015: „Die waren im vergangenen Jahr ein solcher Publikumsmagnet, dass wir die unbedingt wieder dabei haben wollten“, sagt Cohrs. Es sei immer schwierig, ganz genau den Geschmack des Publikums auszuloten. „Da muss man schon sehr sensibel vorgehen. Und wir wollen schließlich für alle Altersgruppen etwas bieten.“ Umso besser sei es, die langjährige Erfahrung der bisherigen Veranstalter mit dem jungen Team der Messe zu kombinieren.

Becker sieht darin gleich mehrere Chancen. „Die Hafentage sind ein tolles Aushängeschild für uns.“ Auch außerhalb des eigenen Geländes Veranstaltungen zu organisieren, sei zudem eine gute Ergänzung des Geschäftsfeldes. „Wenn wir zeigen, dass wir auch das gut können, eröffnet uns das vielleicht ganz neue Märkte“, hofft der Messechef. „Und wir haben ja die ganze Technik samt der zugehörigen Spezialisten – die können wir auch extern nutzen.“

Die Hafentage seien kein Event, mit dem der Veranstalter viel Geld verdienen könne, sagt Cohrs. „Die haben eine ganz andere, spezielle Zielrichtung, nämlich den Einkaufs- und Tourismus-Standort Husum zu vermarkten.“ Deswegen werde der Kern der Veranstaltung als Volksfest mit maritimem Charakter rund um den mitten in der Stadt liegenden Hafen auch derselbe bleiben, selbst wenn die handelnden Personen wechseln: „Mok fast in Husum – das ist nicht nur das Motto, sondern sozusagen die DNA der Hafentage.“ Das habe sich bewährt und werde nicht angetastet, auch wenn das Konzept weiterentwickelt werde. „Da können sich alle drauf verlassen – Gäste, Beschicker und die vielen Helfer, ohne die es nicht geht.“

Wie etwa das Tauziehen über den Außenhafen als traditioneller Höhepunkt: „Das war früher ein Wettkampf zwischen Soldaten und Fischern – und heute haben wir zahlreiche Teams, die teilnehmen und sogar Damen-Mannschaften“, sagt Cohrs und weiß: „Die ersten trainieren jetzt schon.“ Allen Teams, die mitmachen möchten, rät er, sich schon jetzt auf der Internet-Seite www.hafentage-husum.de zu melden. Das gelte auch für die Aktiven des beliebten C.-J.-Schmidt-Hafentage-Laufs durch die Innenstadt, der in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet. Und für Teilnehmerinnen an der Miss-Wahl: „Hier gibt es aber eine Änderung: Nachdem im vergangenen Jahr keine Bewerberin aus der Storm-Stadt selbst gekommen ist, wählen wir jetzt statt der Miss Husum die Miss Nordfriesland – und hoffen natürlich auf viele Meldungen aus dem Kreisgebiet.“ So wird Vorjahres-Siegerin Francesca Orru vorerst die letzte Miss Husum bleiben – und das mit einer stolzen Erfolgsbilanz, denn nach ihrem Sieg auf dem Hafentage-Laufsteg schlug sie auch die Konkurrentinnen in Schleswig-Holstein aus dem Feld und erreichte bei der Miss-Germany-Wahl Platz zwei. „Sie wird übrigens auch wieder auf den Hafentagen sein, wir haben sie eingeladen“, sagt Cohrs. „Und eine frühere Miss Universum moderiert die Wahl.“ Also wenn das für junge Nordfriesinnen kein Anreiz zum Mitmachen ist .  .  .

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