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Abräum-Aktion am Strand : Bevor die Herbststürme toben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kirchenschiff, Bademeister-Kabinen, Bootsschuppen und Stege auf den Stränden von St. Peter-Ording sind in Sicherheit gebracht worden – damit Eisgang und Wellenschlag sie nicht zerstören können.

Am Strand von St. Peter-Ording kehrt nun die Winterruhe ein. Die Bauhofmitarbeiter der Tourismus-Zentrale (TZ) bringen jetzt alle Aufbauten von Podesten und Pfahlbauten vor den Herbststürmen in Sicherheit. Auch das Karkenschipp der evangelischen Urlauberseelsorge ist verschwunden. Mit Traktor, Hänger, Tieflader und einem 70-Tonnen-Kran wurde es abtransportiert. Neben der Strandkorbhalle Hungerhamm ist sein Winterquartier.

Die Saison ist vorbei. Aber bis zum 31. Oktober sind alle Restaurants auf den Pfahlbauten noch in Betrieb. Danach wird an den Stränden touristische Ruhe einkehren. Doch mit Herbststürmen ist zu rechnen. Vor einem Jahr hatte Orkan „Christian“ Ende Oktober in nur drei Stunden einiges angerichtet. „Xaver“ mit drei Fluten Anfang Dezember verursachte dann richtig Schaden, vor allem an den Stegen. Was die Strandbauten betrifft, wird durch Teilabbau und andere Maßnahmen vorgesorgt. „Man kann das ja nicht stehen lassen. Sonst müssen wir alles neu bauen“, so Manfred Widderich vom Bauhof. Für ihn und Bernd Wieben hatte der Arbeitstag um 7 Uhr begonnen. Im Wettlauf mit der Zeit – schließlich galt es die Flut im Auge zu behalten – arbeiteten sich die Bauhof-Mitarbeiter den Strand entlang. Der Eispoint-Kiosk wurde ebenfalls mit dem Tieflader nach Hungerhamm gebracht. Die Schuppen der TZ für die Boote am FKK-Strand, in Ording, im Bad, am Südstrand und in Böhl waren von den Podesten abzuheben. Alles lief wie am Schnürchen. Es war mehr als offensichtlich, dass hier eingespielte Teams am Werk waren. „Das hat alles wunderbar geklappt“, meinte auch Jürgen Reimers, der Leiter des Bauhofes.

Hatte es bei den Arbeiten mal Schwierigkeiten gegeben, wurden diese gemeinsam gelöst. So hatte sich Richard Merkner mit seiner Zugmaschine für den Tieflader im losen Sand festgefahren. Auch der Kran steckte einmal fest. Da wurde nicht lange herumexperimentiert. Mit eigener Kraft etwas zu versuchen, ist unsinnig. Das gibt nur größere Probleme. „Das muss nicht sein. Das dauert ewig, bis du den Kran dann rausgebuddelt hast“, sagte Reimers. Ein Trecker wurde vorgespannt und zog ihn heraus.

Anfang November geht es an die restlichen Vorarbeiten für die Winterpause. Dann werden die Kassenhäuschen an den Strandübergängen, der Toilettencontainer an der Überfahrt Ording und der Imbiss der Strandbar 54° Nord sowie alle Spielgeräte abgebaut, ebenfalls die Treppenaufgänge zu den Pfahlbauten der Restaurants, der Badekabinen und der Strandtoiletten. So beugt der Bauhof unter anderem den möglichen Schäden durch Sturmfluten und Eisgang vor. Auch die letzten Strandkörbe kommen in ihre Winterquartiere. Und für Autos sind die Strände gesperrt. Für einige Monate heißt es für Strandspaziergänger: Naturerlebnis pur zwischen Flutkante und Dünen. Badespaß und Badeerlebnis gibt es dann in der Dünen-Therme mit ihrem neuen Freizeit- und Erlebnisbad, der Turbo- und Reifenrutsche und dem Wildwasserbach reichlich.

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