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St. Peter-Ording : Besuchermagnet Strandkorb-Auktion

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Strandleiter Johannes Mahnsen und Auktionator Heinzi Hecke sind seit 25 Jahren dabei. Sechs Bieter reisten 580 Kilometer aus Hessen an.

Strandkorbversteigerung in St. Peter-Ording – in jedem Jahr ein besonderes Ereignis. Diesmal sogar ein ganz besonderes: Seit nunmehr 25 Jahren sind St. Peter-Ordings Strandleiter Johannes „Hannes“ Mahnsen und Auktionator Heinz Dieter „Heinzi“ Hecke bei diesem Event in leitender Funktion tätig. „Ein silbernes Jubiläum“, bilanziert Hannes Mahnsen. Und Auktionator Heinzi Hecke versteht es auch diesmal wieder glänzend, die Interessenten „zum Bieten anzuregen“.

Rund 250 von ihnen haben sich eingefunden – viele von ihnen haben die zur Versteigerung anstehenden Strandkörbe bereits am Vortage „taxiert“ – und bieten auf „ihren Wunsch-Strandkorb“ mit. Die Preise? „Es wurde diesmal etwas mehr geboten als im Vorjahr“, sagt Kassierer Jan Katryniak, der das „Bare“ gleich vor Ort kassiert und in einer Liste einträgt. Nils Trußner händigt die Quittungen aus. Denn auch das ist Gepflogenheit, wie Hannes Mahnsen gleich in seiner Begrüßung und unter großer Heiterkeit deutlich macht: „Leute, wir kassieren in bar – wir sind hier auf Eiderstedt!“

Diese humorvoll vorgenommene Versteigerung scheint sich auch bereits gut in der Republik rumgesprochen zu haben – Torben, Bianca, Ute, Frank, Jörg und Anke scheuten den weiten Weg aus dem 580 Kilometer entfernten Weimar bei Marburg (Hessen) nicht. „Wir haben uns alle frei genommen, einen großen Iveco-Pritschenwagen von einer Elektrofirma geliehen und sind losgefahren“, erzählt Frank Weber (48). „Drei St. Peteraner Strandkörbe wollten wir haben – drei haben wir auch bekommen.“ Neben diesem „tollen Erwerb“ feiert das fröhliche Sextett vor Ort in St. Peter aber gleich noch einen weiteren Erfolg – Anke Ramlob wird nämlich am Sonntag 50 Jahre alt. Aus diesem Grunde ist die „Strandkorb-Tour“ dann sogar noch etwas länger ausgefallen.

Die drei hessischen Paare haben Glück – und im richtigen Moment mitgeboten: Strandkorb Nummer 5 landete für 165 Euro bei Frank Weber, Strandkorb Nummer 12 für 150 Euro und Strandkorb Nummer 26 für 205 Euro bei den anderen beiden hessischen Paaren.

Auktionator Heinzi Hecke berichtet auch das: „Die ersten Interessenten schauten hier schon vorgestern vorbei – und das Telefon steht vor Anfragen gar nicht mehr still.“ Dann holt er richtig aus und verrät: „Du musst die Leute doch motivieren.“ Der erste Strandkorb startet als Erlös zu Gunsten des „Fördervereins der Nordsee-Schule“. Los geht es mit 40 Euro – am Ende geht das hervorragende Stück für schlappe 140 Euro weg. Hermann Gerken, Josef Schönfeld und Heiko Richter haben alle Hände voll zu tun – schaffen Strandkorb auf Strandkorb mit großen Sackkarren heran. Der zweite Strandkorb geht zum Preis von 125 Euro weg, der dritte für 160 Euro. Es geht aber auch mal preisgünstiger: Strandkorb Nummer 7 wechselt den Besitzer für „kleine“ 80 Euro. Die Startpreise liegen zwischen 15 und 40 Euro – geboten wird im Fünf-Euro-Abstand. Den „Rekordpreis“ treiben die Bieter für Strandkorb Nummer 16 auf satte 305 Euro hinauf – seine Aufstellung findet er nicht weit entfernt – „nur über den Graben hinweg in den Garten“, verrät der Nachbar des Bauhofes. Gestartet mit 25 Euro gibt Auktionator Heinzi Hecke bei diesem Strandkorb alles: „Leute, da hat schon Claudia Schiffer zweimal drin gesessen!“ Das gute Stück mit der Nummer 18 wird mit Heckes Worten dagegen so offeriert: „Ein Exemplar für Bastler und Sammler – aber noch voll funktionstüchtig!“ Erfolg: Mit 15 Euro gestartet, mit 125 Euro verkauft.

Zur Halbzeit zieht der Auktionator Zwischenbilanz: „Bis jetzt liegen die Preise über dem Vorjahresniveau.“ Dann sein artiger Dank an die Interessenten: „Vielen Dank fürs nette Bieten!“ Bei Strandkorb Nummer 18 kann sich Kassierer Jan Katryniak den Zwischenruf nicht verkneifen: „Da saß schon Henry Maske drin!“ Der Erfolg? 180 Euro für das gute Stück. Selbst die letzten drei Strandkörbe – zur Versteigerung gelangen 48 – erzielen gute Preise: Nr. 46 noch 265 Euro, Nr. 47 dann 215 Euro.

Der erstklassige Strandkorb mit der Schluss-Nummer 48 wird wiederum als Erlös für den Schulförderverein offeriert – er bringt 225 Euro und wird zukünftig bei Thomas Albertsen und seiner Ehefrau in Haselund stehen. Das Resultat? Zufriedenheit auf beiden Seiten – faire Preise und obendrein ein Spaß, der für St. Peter-Ording in der Gästegunst ganz sicher eine weitere Attraktion darstellt.

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