zur Navigation springen

Bordelum : „Besonnenheit ist das A und O“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

60 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Bordelum, Bohmstedt, Langenhorn und Lütjenholm proben den Ernstfall. Nachwuchssorgen gibt es keine.

Was für ein Szenario im Bordelumer Betrieb Landtechnik Petersen-Rickers: „Die Maschinenhalle brennt in voller Ausdehnung.“ Zum Glück lief die Meldung nur im Rahmen der alljährlichen Übung der Jugendfeuerwehr Bordelum auf. Jugendfeuerwehrwart Hauke Matthiesen hatte sie ausgelöst. Zur Übung waren auch die Jugendlichen aus den Nachbarwehren Bohmstedt, Langenhorn und Lütjenholm eingeladen worden. Insgesamt standen 60 junge Einsatzkräfte parat.

Die Einsatzleitung hatte Matthiesen der Jugendgruppenleiterin Wiebke Momsen angetragen. Mit Sondererlaubnis eilten die Akteure in den Einsatzwagen mit Blaulicht zum Ort des Geschehens. Der Einsatzbefehl lautete kurz und knapp „Löschangriff“. Professionell und ruhig – es kam nicht auf Schnelligkeit, sondern sichere Handhabung der Technik an – gingen die Jugendlichen ans Werk. Betreuer standen ihnen zur Seite. Nach Sondierung der Lage vor Ort agierten jeweils vier Trupps von allen Seiten, bauten zunächst die Wasserversorgung von den Hydranten zu den Pumpen auf den Fahrzeugen auf, bis es schließlich „Wasser marsch“ hieß.

Vier Jugendliche sicherten währenddessen die beiden Zufahrtsstraßen ab. Zwei von ihnen waren Laura May (12) sowie Julina Wilcks, beide seit Jahresanfang dabei. „Wir sind noch in der Probezeit, aber es macht tierisch Spaß“, waren sich beide einig. Manche Autofahrer, so bemängelten sie, hätten leider nicht eingesehen, während der Übung zu warten oder einen kleinen Umweg zu fahren. „Nichts zu meckern gibt an der Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen“, stellte der Jugendfeuerwehrwart schon während der Übung fest. Er habe das Thema bewusst zur einzigen Aufgabe gemacht, damit jeder einzelne mehr Sicherheit gewinnt. Besonnenheit im Einsatz sei überhaupt das A und O jeder Feuerwehrfrau oder jeden –mannes. Sichtlich zufrieden gab Einsatzleiterin Wiebke Momsen den Befehl „Übung aus“ und lobte: „Alles gut gelöst.“

Geschäftsinhaber Kai Petersen sowie Bürgermeister Peter Reinhold Petersen zeigten sich beeindruckt von der disziplinierten Leistung der jungen Truppe. „Wir können stolz auf Euch sein“, so der Gemeinde-Chef. Bei einer Kaffeetafel, mit von Müttern gebackenen Kuchen, ging es im Feuerwehrgerätehaus gesellig zu. „Nachwuchsprobleme haben wir in Bordelum derzeit nicht. 60 Aktive sind in der Jugendwehr“, berichtete er auf Nachfrage. Wer Lust habe, einmal hineinzuschnuppern, sei jederzeit willkommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen