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Bürgerpreis der Stadt Tönning : Besondere Ehrung für einen Sportler

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Fußballtrainer Dieter Lehmbeck erhält als erster Tönninger den Bürgerpreis der Stadt. Seit 45 Jahren kümmert er sich um die Jugendteams des TSV Tönning.

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erstellt am 05.Jan.2016 | 19:38 Uhr

Eigentlich wollte er es nur ein paar Wochen machen, am Ende sind es 45 Jahre geworden, und als besondere Auszeichnung gab es jetzt den Bürgerpreis der Stadt Tönning für sein Engagement. Dieter Lehmbeck wurde gestern Abend in einer Feierstunde für sein Wirken als Jugendfußballtrainer beim TSV Tönning geehrt. Und nicht nur das: Ihm wurde die einzigartige Ehre zuteil, als erster überhaupt den Bürgerpreis zu erhalten. Mit diesem werden Tönninger für ihren besonderen Einsatz zum Wohle der Stadt geehrt. Zu der Feier im Rathaus hatten sich die Jury, bestehend aus Vertretern der vier Fraktionen im Stadtrat, Bürgervorsteher Jan Diekmann und der stellvertretende Bürgermeister Hermann Clasen in Vertretung für Bürgermeisterin Dorothe Klömmer, die im Urlaub ist, eingefunden. Eigentlich sollte der Preis am kommenden Sonntag beim Neujahrsempfang von Stadt und Kirchengemeinde verliehen werden. Doch Dieter Lehmbeck oder Ede, wie ihn nicht nur viele Tönninger nennen, wollte sich nicht in den Vordergrund gestellt sehen und bat um einen kleinen Rahmen.

„Seit Jahrzehnten bis du für den TSV tätig“, sagte Bürgervorsteher Jan Diekmann in seiner Laudatio. „Du trainierst die Jugendlichen, aber Du tust auch noch viel mehr für sie, nimmst sie in anderen Dingen an die Hand. Und Du packst immer mit an, ob bei der Platzpflege, der Bandenwerbung oder was es sonst noch zu erledigen gilt. Ich hoffe, dass Du das auch weiterhin so tun wirst.“ „Verdient hätten alle 24 Bürger, die von den Tönningern vorgeschlagen worden sind, die Auszeichnung“, sagte Jürgen Ziegert (CDU), Vorsitzender der Jury, der außerdem Mery Ebsen (AWT), Maik Peters (SPD) und Rickmer Jensen (SSW) angehörten. „Aber es gibt nur einen Gewinner. Ich bin stolz darauf, dass wir völlig unparteiisch entschieden haben und zu einem einstimmigen Ergebnis gekommen sind.“

Er habe schon mehrere Ehrungen bekommen, erwiderte Dieter Lehmbeck. „Aber das war auf Sportebene. Es ist eine tolle Sache, von der Stadt geehrt zu werden. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich bin sehr stolz auf den Bürgerpreis.“ Als Jugendtrainer habe er 1970 angefangen, der eigentliche Betreuer war schwer erkrankt. Er musste sich um drei Teams kümmern. „Das wollte ich nur ein paar Wochen machen. Das sind dann ein paar mehr geworden“, erinnerte er sich schmunzelnd. Den Werdegang seiner Schützlinge hat er immer gern verfolgt, unter ihnen waren NDR-Sportreporter Thomas Perlebach, Husums Bürgermeister Uwe Schmitz und Werner Christiansen, technischer Leiter der Klinik Itzehoe. Und auch heute steht er gern noch auf dem Platz, kümmert sich mit anderen um zwei B-Mannschaften. „Ich hatte immer einen guten Draht zu den Jugendlichen. Sonst muss man aufhören.“

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