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Neu: Nachmittagsbetreuung in der Bornschool : Berufstätige Eltern nicht allein lassen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In der kleinen Bornschool in Husum-Schobüll gibt es jetzt auch eine Nachmittagsbetreuung. Anmeldungen sind noch möglich.

Es ist ein Modell, dass für viele Familien nicht mehr funktioniert: ein Elternteil bleibt zu Hause, meistens ist es die Frau, damit die Kinder rund um die Uhr betreut werden können. Abgesehen davon, dass frau arbeiten möchte und mit Blick auf die Rente möglichst sollte, stellt sich immer öfter für Paare mit Nachwuchs die Frage nach dem Auskommen mit dem Einkommen, sodass zwei Verdiener für den Familienunterhalt einfach notwendig sind. Und darauf müssen sich neben Kindertagesstätten auch Grundschulen einstellen, indem sie Betreuungsangebote vorhalten.

Bürgerschule (rund 200 Kinder) und Klaus-Groth-Schule (rund 240 Kinder) unterstützen berufstätige Eltern bereits seit gut acht Jahren über den Kinderschutzbund Nordfriesland und dessen Projekt „Max & Milla“. Nun gibt es die gute Nachricht, dass mit dem Schuljahr 2015/2016 auch in der Außenstelle der Klaus-Groth-Schule in Schobüll, der Bornschool (rund 70 Kinder), eine Nachmittagsbetreuung gesichert ist. Neben den Betreuungszeiten von 7 bis 8 Uhr und von 12 bis 13 Uhr haben Mütter und Väter nun die Möglichkeit, ihre Sprösslinge auch von
13 bis 16 Uhr in der Schule unterzubringen – somit ist, wenn gewünscht, eine durchgehende Betreuung von 7 bis 16 Uhr gewährleistet.

Es gibt ein Mittagessen und eine Hausaufgabenbegleitung, aber auch Spiel und Spaß steht für die Jüngsten auf dem Programm, sodass am späten Nachmittag sicherlich überaus zufriedene Kinder abgeholt werden. Auch für die Ferien – zu Ostern und im Herbst jeweils eine Woche und im Sommer zwei Wochen – können Eltern Betreuungszeiten buchen. Als Träger ist die Volkshochschule (VHS) mit im Boot. „Der Kinderschutzbund hatte keine Kapazitäten mehr“, erklärt Isabell Thomas im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie gehört zur Wählergemeinschaft Husum (WGH) und ist stellvertretende Vorsitzende der Schobüller Vertretung. Seit sieben Jahren setzt sich die Nordfriesin im Vorstand des Fördervereins für die Bornschool ein und als bürgerliches WGH-Mitglied im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport. Das von ihr entwickelte Konzept überzeugte Schulleitung, Verwaltung und Politik. Nach intensiver Diskussion ist dann einstimmig im Schulausschuss beschlossen worden, das Angebot in der Bornschool zu finanzieren. Isabell Thomas: „Ohne die Nachmittagsbetreuung hätten wir keine Chance. Denn Eltern wählen eine Schule auch nach einem solchen Angebot aus.“ (Die freie Schulwahl gibt es in Schleswig-Holstein seit 2009.) Kirsti Thiessen, in der Volkshochschule die Programmbereichsleiterin Offene Ganztagsschule Husum, unterstützt diese Einschätzung. Sie weiß, dass Kinder nicht nach der Schule in eine andere Betreuung gegeben werden – „das machen Eltern nicht“.

Vor den Herbstferien lagen für die Bornschool bereits zwölf Anmeldungen vor. Kirsti Thiessen ist überzeugt: „Der Bedarf wird noch steigen.“ Auf 20 und höchstens auf 25 Mädchen und Jungen könnte die Betreuung noch ausgeweitet werden. Kathrin Krieger, von der Stadt als Erzieherin für die Betreute Grundschule eingestellt, hat jetzt mit Tim Zachmann einen neuen Kollegen bekommen. Den Sozialpädagogischen Assistenten werden viele Schulanfänger aus der Schobüller Kindertagesstätte am Meer kennen. Die Stadt stellt ihn für 12,5 Stunden pro Woche für die neue Nachmittagsbetreuung an – für seine Vertretung sorgt die VHS. Verstärkung ist für Tim Zachmann jeweils von 14 bis 15.30 Uhr ein Kursleiter oder eine Kursleiterin der Einrichtung: Kreative oder sportliche Aktivitäten und bei Bedarf auch Nachhilfe stehen dann auf dem Betreuungsplan. Es gibt immer wieder neue Angebote – ausgerichtet an den Bedürfnissen der Kinder.

Ein Kooperationsvertrag zwischen Kinderschutzbund und VHS dient dazu, die Zuschüsse des Landes zu verteilen. Denn die Zahl der Kinder meldet für die gesamte Groth-Schule der Kinderschutzbund. Wer seinen Nachwuchs anmelden möchte, sollte sich an Kathrin Krieger (Telefon 04841/938832) oder Kirsti Thiessen (Telefon 04841/835920) wenden. Nähere Informationen und ein Anmeldeformular gibt es auch über die Homepage der Bornschool. Und wer Zeit und Lust hat, von 13.15 bis 14 Uhr bei der Essensausgabe und beim Abwaschen zu helfen, sollte sich ebenfalls bei Kathrin Krieger melden.

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erstellt am 03.Nov.2015 | 16:00 Uhr

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