Lehrpfad mit weiteren Info-Tafeln : Bereicherung für das Dorf

An elf Stationen wurden mittlerweile Hinweistafeln mit vielen Informationen aufgestellt.
An elf Stationen wurden mittlerweile Hinweistafeln mit vielen Informationen aufgestellt.

Der Natur- und Dorflehrpfad in Hattstedt und Wobbenbüll ist erweitert worden. Jetzt gibt es bereits 15 Info-Tafeln auf der Rundtour. Die Ehrenamtler, die die Schilder anfertigen, denken schon wieder über neue Sehenswürdigkeiten nach.

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25. November 2013, 17:00 Uhr

Sonnenschein nach trüben Novembertagen – einen besseren Tag hätte es für die Einweihung des erweiterten Natur- und Dorflehrpfades Hattstedt – Wobbenbüll nicht geben können. Die Hauptakteurin der ehrenamtlichen Runde Umweltinitiative Hattstedt Umland (UHU), Hilke Heuer, begrüßte die kleine Schar der Mitstreiter, Gemeindevertreterin Ilona Dethlefsen und Bürgermeister Ralf Heßmann vor dem Alten Pastorat. Das Domizil, erbaut im Jahre 1807, ist eine von insgesamt elf Stationen. „Der Pfad hat schon Geschichte. Das bezeugen die alten Schilder. Wir haben sie dank der Gemeinde neu beschriften und austauschen können.

Fünf neue Stationen mit aktueller Beschilderung sind dazugekommen“, erläuterte Hilke Heuer. 1999 habe der damalige Bürgermeister Jens Kiesbye den Anstoß dazu gegeben. Die Freiwilligen aus der Bürgerinitiative konnten dann Gelder für die Entwicklung des Pfades von der Bingo-Umweltlotterie akquirieren. Auf dem Weg, der im Laufe der Jahre sukzessive erweitert wurde, gebe es für Einheimische und Gäste Besonderheiten der Natur sowie zur Geschichte zu entdecken. Dabei sei es egal, an welchem Ort gestartet werde. Das könne jeder selbst entscheiden.

Die neuen Schilder habe übrigens Marcus Bestmann hergestellt. Die Fotos stammten von Jürgen Fischer. Dorf-Archivar Johann Carstensen habe die Texte geschrieben, sowie ihr Freund Rainer Kitzke das Layout erarbeitet. Flyer mit Beschreibungen des Pfades und einer Karte im Innenteil lasse die Gemeinde drucken. Eine ausführlichere Erläuterung der Punkte des Pfades wird es demnächst auf der Homepage der Gemeinde geben.

Zur neuen Station (Nr. 10) „Grabhügel“ in Richtung Schobüll habe, so Heuer, das Archäologische Landesamt wertvolle Informationen geliefert. Die weiteren neuen Anlaufpunkte sind: Galgenberg (Nr. 11) zwischen dem Alten Husumer Weg und Wobbenbüll, nur noch durch einen kleinen Erdhügel erkennbar, das „Geesthardenhaus“ (Nr. 8), erbaut um 1700 in der Westerwiede, oder „De Kork“, was übersetzt etwa Brandkuhle oder Viehtränke heißt (Nr. 4), allerdings nicht mehr vorhanden ist, sondern nur noch als Gemälde auf dem Schild sichtbar gemacht. Das Ziel „De Straat 30“ (Nr. 7), konkret der Dorfteich gegenüber der Kirche, muss noch in Schuss gebracht werden. Der Bauausschuss hatte kürzlich eine Empfehlung für die Gemeindevertretung ausgesprochen (wir berichteten). Der Teich muss zunächst ausgebaggert werden, bevor ein Biotop entstehen kann.

„Der Weg ist noch nicht fertig. Wer weitere Vorschläge und Ideen hat, darf sich melden“, so Hilke Heuer. Ihr schwebe vor, als weitere Punkte den ehemaligen Bahnhof mit der Waage un d die ehemalige Gaststätte direkt an der B 5, mit einzubeziehen.

Die bisherigen Stationen sind neben dem Alten Pastorat „Geest und Marsch“ (Nr. 1), das Biotop am Lehmkuhlenweg (Nr. 2), „De Ole Karkenstieg“ (Nr. 3), und „Das Armenhaus“ (Nr. 5). Hattstedts Gemeinde-Chef bedankte sich bei den Ehrenamtlern für deren Engagement. „Es ist interessant, so immer mehr über den Ort zu erfahren. Ich wusste längst nicht alles. Ein Spaziergang als Entdeckungsreise lohnt sich“, so Heßmann.


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