Tourismus-Magnet : Beliebtes St. Peter-Ording

Selbst im Januar bevölkern die Gäste in Scharen den Strand von St. Peter-Ording, sogar die Vögel haben sich an sie gewöhnt.
Selbst im Januar bevölkern die Gäste in Scharen den Strand von St. Peter-Ording, sogar die Vögel haben sich an sie gewöhnt.

In der Nebensaison kommen immer mehr Urlauber in den Badeort. Hotels erweisen sich als Magnete für neue Gästegruppen.

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30. März 2017, 12:15 Uhr

Nun ist es amtlich: „Es ist das absolut beste Ergebnis, was wir je hatten.“ St. Peter-Ordings Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier ist äußerst zufrieden mit dem Jahr 2016, denn es bescherte dem Nordseebad gut 2,42 Millionen Übernachtungen. „Ich kenne keine bessere Zahl, auch nicht aus den 1980er Jahren mit dem damaligen Kurboom.“ Im Vergleich zu dem ebenfalls schon sehr guten Jahr 2015 ist es noch mal eine Verbesserung um 6,1 Prozent. Die Zahlen stammen aus der Kurabgabe-Statistik der Tourismus-Zentrale (TZ). Erfasst sind darin auch die Zweitwohnungen und die Jahreskarten.

Wesentlich dazu beigetragen hat die Nebensaison und der sommerliche September. Zur Freude der Touristiker wird St. Peter-Ording nämlich immer stärker auch außerhalb der Hauptferienzeiten besucht. 2016 waren die Gästestärksten Monate nach Juli und August der Mai, September und Oktober. Und März und April zusammengenommen (54.054 Gäste) liefern schon fast den Wert des absoluten Spitzenmonats Juli (54.358). Und selbst im schwächsten Monat, im Januar, wurden noch 11.155 Gäste gezählt. „Eigentlich gibt es nur noch im Dezember und im Januar so richtig ruhige Wochen, maximal sind es vier bis sechs im Winter“, erklärt Höfinghoff.

Den stärksten Anstieg bei den Übernachtungen im vergangenen Jahr haben die Erholungsheime mit 18,3 Prozent erzielt vor den Camping-Plätzen (13,7 Prozent) und den Hotels (9,3 Prozent). Absolut verzeichnen die Ferienwohnungen und -häuser den höchsten Wert mit 1,151 Millionen vor den Hotels (466.571) und den Reha-Kliniken (380.366).

Es kamen 2016 auch elf Prozent mehr Gäste als 2015 nach St. Peter-Ording. Insgesamt wurden 384.242 Ankünfte gezählt. Der Trend geht zu kürzeren Aufenthalten. Zum Vergleich zieht Balsmeier das Jahr 2006 heran: „Damals erzielten wir mit 208.000 Gästen zwei Millionen Übernachtungen.“ Für ihn sind die Zahlen ein eindeutiger Beleg dafür, dass St. Peter-Ording vom Trend zum kürzeren Hotelaufenthalt profitiere. 2006 habe es in St. Peter-Ording noch nicht diese Vielfalt an Hotelangeboten gegeben. „Hätten wir diese nicht geschaffen, wäre der touristische Zug an uns vorbeigefahren.“ Gleichwohl gehe das nicht zu Lasten der Ferienwohnungen, betont die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff. „Das ist ebenfalls ein sehr wichtiges Segment für den Tourismusort. Damit ist St. Peter-Ording auch groß geworden.“ Schließlich werden fast 50 Prozent des Gesamtübernachtungsergebnisses dort generiert. Und auch diese Quartiersform verzeichnete 2016 eine Steigerung der Übernachtsungszahlen um 4,1 Prozent. Laut der jüngsten Statistik von 2014 gibt es 12.000 Betten in Ferienwohnungen und - häusern sowie knapp 2000 in den Hotels.

Mit 336.115 Übernachtungen liegen die Nordrhein-Westfalen vorn vor Niedersachsen (225.212) und Schleswig-Holstein (knapp 198.000). Zusammen mit Hamburg (112.167) würde es Niedersachsen allerdings den Rang ablaufen. Nur eine geringe Rolle spielen die neuen Bundesländern, Bremen und das Saarland. Im Ausland ist St. Peter-Ording bei den Schweizern am beliebtesten. 2016 machten 2790 Eidgenossen an der Nordsee Urlaub (15.881 Übernachtungen).

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