Firmen- und Vereinsschießen in Garding : Beim Schießen: „Ruhig bleiben und Zeit lassen“

Die glücklichen Pokalgewinner.
Die glücklichen Pokalgewinner.

22 Mannschaften mit 84 Männern und Frauen nahmen am Firmen- und Vereinsschießen in Garding teil.

shz.de von
11. Oktober 2018, 16:44 Uhr

Garding | An neun Abenden im Jahr hört man statt des üblichen Grußes „Gut Schuss“ auch schon mal ein „Moin“ oder „Lüch op“, wenn jemand das Gardinger Schützenhaus betritt. Denn der Schützenverein von 1965 hatte auch in diesem Jahr zum traditionellen Firmen- und Vereinsschießen eingeladen. Seit den 1980er Jahren gibt es diesen Wettbewerb, der zumeist im September stattfindet.

22 Mannschaften mit 84 Schützen folgten der Einladung mit einer Mannschaftsstärke von maximal vier, mindestens aber drei Personen. Der Vorteil ist, dass bei vier Schützen das schlechteste Ergebnis eines Durchgangs gestrichen wird. Drei Durchgänge à 20 Schuss müssen mit einem Luftgewehr auf die zehn Meter entfernten Spiegel (Schießscheiben), die sich auf einem Pappstreifen befinden, abgegeben werden. Von den Mitgliedern des Schützenvereins darf nur ein Schütze pro Mannschaft mitmachen. Die Gewehre auf den sechs Ständen werden vor Beginn des Abends von einem Mitglied des Schützenvereins optimal eingestellt.

Manche Schützen, die überwiegend nur einmal im Jahr solch ein Gewehr in der Hand haben, kommen mit strahlenden Gesichtern aus der Schießhalle. Andere sehen schon ein bisschen bedröppelt aus, weil sie sich doch ein wenig mehr erhofft hatten. Die Aufsicht mischt sich schon mal ein mit dem gutgemeinten Rat: „Ruhig
bleiben und Zeit lassen“.

Peter Gehring lässt die Streifen mit den 20 Spiegeln durch eine Zählmaschine laufen, die die Ringzahl exakt auf ein Zehntel auswertet. So kommen auch die krummen Ergebnisse zustande, wie beispielsweise von Meike Steinert von den „Cool Shots“, die in diesem Jahr das höchste Schießergebnis mit 200,4 Ringen für sich verbuchte. Das beste Ergebnis einer Schützin (Verein) wurde mit 202,1 Ringen von Bianca Hars erzielt.

Möglich sind pro Durchgang bei 20 Schuss 218 Ringe. Ein Novum in der Geschichte des Firmenschießens war, dass Dennis Kielinski und seine Frau Dagmar exakt das gleiche Ergebnis hatten. Am letzten Abend nahm dann die erste Vorsitzende Christa Becker die Siegerehrung vor und überreichte Pokale und Medaillen. Für die Damen gab es auch noch eine Rose.

Es hatten drei Damen-, neun Herren- und zehn Mix-Mannschaften teilgenommen. Zum Abschluss bedankte sich Christa Becker bei allen Schützen und ihren aktiven Vereinsmitgliedern, die durch ihre Hilfe das Turnier möglich machten. Die Ergebnisse: Bei den Damen gewannen die Hüttenkracher mit 1674,3 Ringen, 2. Platz: BV Deerns Liek ut mit 1641,4, 3. Platz: NoRa mit 1600,6. Bei den Herren siegten die Querschläger mit 1702,0 Ringen, 2. Platz: Last Event Manager mit 1637,0, 3. Platz: FF Tating II mit 1622,3. Beim Mix hatte die AP Werbeagentur mit 1755,1 Ringen die Nase vorn, 2. Platz: PIK AS mit 1686,2, 3. Platz: Musikzug Garding mit 1665,9. In der Einzelwertung siegte bei den Damen Meike Steinert mit 593,4 Ringen, 2. Platz: Almut Paulsen mit 582,6, 3. Platz: Anja Opitz mit 575,5. In der Einzelwertung schoss sich Mario Spiegel mit 585,2 Ringen an die Spitze, 2. Platz: Sönke Ketels mit 580,6 und 3. Platz: Dennis Kielinski mit 568,8.

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