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Nordsee-Congress-Centrum Husum : Bei Messen geht’s ans Eingemachte

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Nordsee-Congress-Centrum in Husum tischt künftig der ehemalige Traumschiff- und heutige Hallig-Koch Erik Brack mit Partner auf.

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erstellt am 12.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Mitte Januar geht bei der Husumer Messegesellschaft eine kulinarische Ära zu Ende: Hotelier Meinhard Schibrath (68) und sein Team werden dann nicht mehr für das Catering verantwortlich sein – auf eigenen Wunsch. Die Nachfolge übernimmt der frühere Traumschiff-Koch Erik Brack (40) und sein gleichaltriger Partner Alexander Billmann. Unsere Zeitung sprach mit den Beteiligten.

Herr Schibrath, als Inhaber des Husumer Thomas-Hotels haben Sie in den vergangenen sieben Jahren auch das Catering für die Messe Husum & Congress (MHC) übernommen. Warum ist für Sie jetzt Schluss?

Meinhard Schibrath: Meine wichtigste Mitarbeiterin, Aliza Neumann, will mehr für die Familie da sein und wird uns in Zukunft hier im Nordsee-Congress-Centrum nicht mehr zur Verfügung stehen. Ohne Frau Neumann mache ich nicht weiter. Sie ist das wichtigste Glied in meinem Unternehmen, in dem sie die Betriebsleitung übernehmen wird.

Dann geht die nächste Frage an Sie beide, Frau Neumann und Herr Schibrath: Wie fällt denn Ihr Fazit dieser sieben Jahre aus?

Aliza Neumann: Super. Ich kann da wirklich nur Positives sagen. Es waren wunderbare sieben Jahre und wir waren sehr gerne hier.

Schibrath: Wir lieben beide große Veranstaltungen. Das war ja auch dieser grundsätzliche Reiz an diesem Unternehmen. Mehr oder weniger war das hier unser Baby.

Gibt es ein Highlight, das Ihnen besonders gut in Erinnerung bleiben wird?

Neumann: Alles. Man kann Konzerte, Messen, Familienfeiern nicht in einen Topf werfen. Jede Veranstaltung für sich ist individuell. Und genau das ist die Herausforderung: von A nach B – heute ist es eine Tagung und morgen sind 1000 Personen zu versorgen.

Mit wie vielen Mitarbeitern haben Sie das gewuppt?

Neumann: Das ist immer unterschiedlich, je nach Anfall und Anfrage. Von zwei Mitarbeitern bis zu 120.

Schibrath: Das konnten dann auch mal Kurzzeit-Beschäftigte sein, Studenten oder andere Arbeitskräfte – was immer denn gerade für eine Veranstaltung anstand. Die größte Herausforderung war natürlich die Windmesse, ein internationales Event, bei dem wir teilweise für 5000 Personen gekocht haben, mit den entsprechenden Standpartys.

Welcher logistische Aufwand steckt dahinter?

Schibrath: Wir haben grundsätzlich alles im Thomas Hotel gekocht. Für bis zu 700 Personen. Wenn es denn darüber hinaus war, haben wir die Wirtschaftsakademie mit ihren Lehrküchen angemietet. In der NCC-Küche darf man nur warmmachen, also nach dem Kochen wieder regenerieren.

Apropos: Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit dem Team der jetzigen MHC?

Schibrath: Jeder hat sich ergänzt, das war schon ein tolles Miteinander.

Herr Brack, Sie waren Chefkoch an Bord des Traumschiffs „Deutschland“ und schwingen jetzt den Kochlöffel auf der Hamburger Hallig. Am 16. Januar übernehmen Sie das Messe-Catering gemeinsam mit Alexander Billmann, der heute nicht mit dabei ist. Erklären Sie uns mal diese Partnerschaft.

Erik Brack: Als gleichwertiges Team haben wir die B & B Messe- und Event-Catering GmbH & Co. KG gegründet. Herrn Billmann kenne ich schon seit über 18 Jahren, er ist auch der Patenonkel unserer ältesten Tochter. Er kommt aus der Nähe von Gießen, ich selbst bin aus der Karlsruher Ecke. Wir haben schon viel zusammengearbeitet, unter anderem im Husumer Hotel „Altes Gymnasium“. Die letzten zwei von acht Jahren auf dem Schiff war er mein Stellvertreter. Er ist gelernter Koch und Hotelfachmann, hat auch ein eigenes Catering-Unternehmen.

Klingt nach einer optimalen Zusammenarbeit.

Brack: Ist es auch. Aufgrund dessen, dass ich mit dem „Hallig-Krog“ über die Sommermonate sehr ausgelastet bin und mir im Winter doch ein wenig langweilig war, kam mir die Idee, das Catering hier von Herrn Schibrath zu übernehmen. Weil ich im Sommer nicht täglich in Husum sein kann, ist auf diese Weise immer jemand hier.

Welche Herausforderung stellt für Sie diese neue Aufgabe dar?

Brack: Dass es immer eine individuelle Sache ist, keine Routine reinkommt. Das macht es gleichzeitig interessant und facettenreich. Eine kleinere Tagung, die mit speziellen Wünschen verbunden ist, einen Tag später eine Veranstaltung mit 1000 Leuten. Ein Kindertheater, wo man vielleicht nur Butterplätzchen macht und Kekse verteilt, oder vielleicht eine exklusive Hochzeitsfeier mit einem Fingerfood-Büfett  .  .  .

Herr Becker, wie lange läuft der Vertrag zwischen Ihnen als MHC-Geschäftsführer und der Firma B & B?

Peter Becker: Wir haben uns erstmal auf mindestens drei Jahre geeinigt und hoffen auf eine längere Vertragsdauer. Denn es ist natürlich immer eine Investition, wenn man neu anfängt. Meinhard Schibrath weiß ein Lied davon zu singen. Man muss eine neue Ausstattung beschaffen und all diese Dinge. Wir werden uns dann am Ende offen in die Augen sehen und fragen: Hat das alles gut funktioniert und wie geht es weiter? In der gewohnten Qualität, da bin ich sehr zuversichtlich.


Welchen Stellenwert hat Catering überhaupt?

Becker: Dass es in einer guten Qualität abgebildet wird, wenn wir Messen veranstalten, ist ein superwichtiger Punkt. Wir haben gerade im Kollegenkreis auf einer Fachtagung zusammengesessen. Da werden die Bewertungen der Messen durchgegangen. Und eines der auschlaggebendsten Kriterien ist die Qualität des Caterings. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir jetzt mit Erik Brack und Alexander Billmann Leute gefunden haben, die in diesem Bereich schon auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.

Brack: Gut kochen ist immer ganz viel Organisation. Das ist mein Ding. Ich freue mich auf die ganz großen Messen, wo es dann auch mal richtig ans Eingemachte geht.

Schibrath: Jetzt kannst Du das Schiff hier schaukeln.

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