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Stadtwerke Husum Netz : Bei Anruf gibt’s jetzt immer Auskunft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Besserer Service – schnellere Information: Die Stadtwerke Husum Netz installieren ein neues Alarmierungs- und Kommunikationssystem. Ein Kollaps wie beim Wasserrohrbruch im Februar soll nicht wieder vorkommen.

Bei der Stadtwerke Husum Netz GmbH ist jetzt ein neuer Telefon-Server im Dienst: Er nimmt bei Störungen Anrufe sicher entgegen und erkennt deren Sachverhalt – auch wenn viele Netzkunden gleichzeitig anrufen. Anrufer, die eine Störung melden, welche bereits in Bearbeitung ist, informiert er maschinell, dass der Bereitschaftsdienst schon tätig ist. Und neue Störmeldungen leitet er umgehend an den diensthabenden Bereitschaftsingenieur weiter.

Damit hat das Unternehmen Konsequenzen aus dem Kollaps seiner Störungs-Hotline vom Februar gezogen. „Das war eine Extremsituation, wie wir davor noch nie eine hatten“, erinnert sich Norbert Jungjohann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum Netz. „Da haben nach einem Wasserrohrbruch rund 1600 Leute innerhalb von 45 Minuten angerufen, um mitzuteilen, dass kein Wasser mehr aus dem Hahn fließt.“ Einem solch hohen Aufkommen war das bisherige System nicht gewachsen, wie man damals feststellen musste.

„Es ist uns aber wichtig, dass wir außergewöhnliche Ereignisse im Netz schnell und zuverlässig beheben können. Zudem muss sichergestellt sein, dass in solchen Fällen alle anderen für uns wichtige Meldungen weiterhin sicher zu uns durchkommen“, so der Netzgeschäftsführer weiter. „Deshalb haben wir umgehend gehandelt.“ Investiert hat der Husumer Netzbetreiber rund 34.000 Euro in eine sogenannte DAKS-Anlage des Marktführers Tetronik aus Taunusstein.

Das Kürzel DAKS steht für Digitaler Alarm- und Kommunikationsserver. Diese hochmodernen Tetronik-Geräte sind weltweit in Leitstellen von Ver- und Entsorgern im Einsatz. Sie sind wartungsarm, leistungsstark, hoch verfügbar und gut in die vorhandene Telekommunikations-Struktur integrierbar. Das computerbasierte System wird extern an die Telefonanlage der Stadtwerke Husum angedockt und stellt sicher, dass alle Anrufe durchkommen und der Bereitschaftsdienst zuverlässig alarmiert wird. Sollte der diensthabende Bereitschaftsleiter nämlich nicht erreichbar sein, reagiert die im System eingebaute Eskalation und leitet die Meldung an einen Kollegen weiter, der im Einsatzplan definiert ist.

„Es kann zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen wie zu einem Unfall oder Herzinfarkt – da steckt man ja nicht drin“, sagt Jungjohann. „In solchen Fällen würde die Weiterleitung des neuen Systems zum Tragen kommen.“

Das neue Alarmierungssystem kann jedoch noch mehr als eingehende Anrufe bearbeiten und steuern: Es meldet dem diensthabenden Bereitschaftsleiter beispielsweise künftig auch automatisch, wenn irgendwo ein Grenzwert überschritten wird – ob an Wasserpumpstationen, Gasregelstationen oder Stromtransformatoranlagen. „Durch diese frühe Meldung kann er agieren, bevor etwas passiert. Größere Schäden und deren Auswirkungen werden so vermieden“, erklärt Geschäftführer Jungjohann. Das macht sich bezahlt: Durch moderne Technik können die Stadtwerke Husum Netz so eine schnelle Reaktion und damit hohe Versorgungsqualität sicherstellen – und das auch ganz ohne eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle.

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erstellt am 03.Okt.2015 | 17:00 Uhr

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