300 Gäste in St. Peter-Ording : Begeisternde Vernissage der Kunstinitiative

Gemeindevertreter, Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale und des Nationalparks im Gespräch mit Künstlern.
Gemeindevertreter, Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale und des Nationalparks im Gespräch mit Künstlern.

Den 30. Geburtstag des schleswig-holsteinischen Nationalparks Wattenmeer würdigt eine Ausstellung in der Strandkorbhalle Hungerhamm. Künstler aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden gratulieren mit ihren Werken.

shz.de von
03. Juli 2015, 12:00 Uhr

Mit dem Ausstellungstitel „Watt’n Glückwunsch“ ehrt die Kunstinitiative St. Peter-Ording (Kispo) den schleswig-holsteinischen Nationalpark Wattenmeer zu seinem 30. Geburtstag. Zur Vernissage kamen nun mehr als 300 begeisterte Gäste. Dazu hatten Dr. Detlef Hansen, Leiter der Nationalparkverwaltung in Tönning, Rainer Balsmeier und Boy Jöns, Bürgermeister und Bürgervorsteher der Gemeinde St.  Peter-Ording, sowie Thomas Bartram für die Kunstinitiative gemeinsam eingeladen. Kunstschaffende aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden gratulieren mit ihren für diese Ausstellung repräsentativ ausgewählten Werken in der Strandkorbhalle Hungerhamm am Norderdeich in Ording. Außer sonnabends kann die Ausstellung bis zum 6. September täglich von 16 bis 19 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

„Was sind meine Wünsche und Träume“, fragte die Künstlerin Else-Pia Martinsen Erz aus Skaerbaek die Besucher. Sie ist eine der Künstlerinnen und mit zwei Bildern in der vierten Kunstausstellung von Kispo vertreten. Für die Künstler aus Dänemark und den Niederlanden – mit ihr Marco Brodde aus Fanö, Dan Thuesen aus Hoyer und Pieter de Vries aus Den Burg-Texel – sprach sie das Grußwort. Dieter Staacken aus Garding übernahm für die Niedersachsen, Hamburger und Schleswig-Holsteiner. Er richtete den Blick kritisch zurück auf die Wellenbewegungen von Alt-Öl- und Teer- sowie Plastikwellen bis heute zum Nationalpark – modern formuliert Destinations-Biotop-Habitat. Ferner fragte er, wie gratuliert man einem Wattenmeer, aus der Perspektive eines Wattwurms. Dem sei wohl egal, ob er schon so lange in einem Park lebe, zumal dieser in der Hochsaison vor St. Peter-Ording eher ein Parkplatz sei.

So wird mit dieser Präsentation von Kunst durch Bilder und Skulpturen dem Wattenmeer wohl künstlerisch höchst einmalig und zudem außerordentlich vielfältig gratuliert.

Dr. Detlef Hansen hatte vorher bereits seine Freude über solch ein Geburtstagsgeschenk zum Ausdruck gebracht und Thomas Bartram für diese Initiative besonders gedankt, so viele namhafte Künstler aus dem internationalen Wattenmeerraum gewonnen zu haben. Er erinnerte an die Anfangszeiten mit ihren Schwierigkeiten und sagte dann überzeugt: „Längst ist der Nationalpark bei den Menschen angekommen, wissen sie doch, dieses Kleinod vor ihrer Tür zu schätzen.“ Und weiter: „Der Nationalpark ist das Beste, was den Menschen und der Natur hier an der Küste passieren konnte.“

Mittlerweile 150 Nationalparkpartner aus 15 verschiedenen Bereichen lassen das seit 1999 deutlich werden. Kispo gehört auch dazu. Christian Marwig wertete in seinem Grußwort für das Amt Eiderstedt „Kunst als Mittler zwischen Mensch und Nationalpark“. Boy Jöns bezeichnete vor allem die letzten Jahre der Kooperation mit der Nationalparkverwaltung als sehr produktiv, wünschte sich in dem guten Dialog manchmal mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten. „Sie leben für die Sandbank, wir von ihr“, brachte er es kurz auf den Punkt.

Thomas Bartram lüftete ein Geheimnis um die 30 Künstler. Viele Spekulationen habe es gegeben. „Die Natur selbst ist es. Ihr ist dieser Platz gewidmet. Sie ist die Inspirationsquelle für Künstler und schafft Werke.“ Wie in einem Konzert brandete Beifall auf. Darauf folgte dann als Zugabe: „Wie wäre es, eine solche Ausstellung als Wanderausstellung durch Deutschland und die Nachbarländer zu schicken?“ Begeisterter Applaus war die Antwort darauf.




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