Husumer Schule mit Prädikat : Begabte fordern, Begabungen fördern

Schulleiterin Andrea Bruhn (r.) und Annegret Christiansen (l.) stellten zusammen mit Schulkindern das Förderprojekt vor.
Schulleiterin Andrea Bruhn (r.) und Annegret Christiansen (l.) stellten zusammen mit Schulkindern das Förderprojekt vor.

Belohnung für harte Projektarbeit: Die Klaus-Groth-Schule erhielt in Kiel das Prädikat „SHiB – Schule inklusive Begabtenförderung“. Es ist schon ihre sechste Auszeichnung.

shz.de von
18. Juli 2015, 10:00 Uhr

Auf dem mehr als drei Meter langen und bunt bemalten Plakat ist ein schlangenlienienförmiger Weg mit Stationshäusern eingezeichnet. Mehrere Hinternisse unterbrechen den Weg. Mit diesem Symbolbild stellten Andrea Bruhn, Schulleiterin der Klaus-Groth-Schule, und Lehrerin Annegret Christiansen ihr Begabtenförderungsprojekt beim Kieler Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) vor. Und damit erhielt die Husumer Grundschule das Prädikat „SHiB – Schule inklusive Begabtenförderung“.

„Seit drei Jahren arbeitet die Schule an diesem Projekt“, sagt Christiansen. Hierfür wurden verschiedene Fachräume eingerichtet mit ganz speziellem Unterrichts-Charakter. So gibt es unter anderem das Geschichtenland für den Deutsch-Unterricht oder auch die Mathe-Oase. Weiterhin nahmen zahlreiche Lehrer an Fortbildungen teil. Auch Besuche beim IQSH gehörten dazu. Das sei die Bedingung für das begehrte Zertifikat gewesen, so Christiansen weiter. Seither dürfen sich sie und ihre Schulleiterin „Zertifizierte Beratungslehrkräfte zur Begabtenförderung“ nennen.

„Wir beraten nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch die Schüler und deren Eltern“, so Bruhn. Auf dem Plakat wurde das mit den Stationshäusern dargestellt. In diesem Zusammenhang unterstreicht sie, dass die Schule nicht nur die Hochbegabten im Blick hat: „Wir gehen davon aus, dass jedes Kind seine Begabung hat, die wir stärken und unterstützen wollen.“ Praktisch sieht das dann so aus, dass die Begabtenförderung in den täglichen Unterricht eingebaut wird. Dazu gibt es zwei jahrgangsübergreifende Schulklassen, wo die Klassen eins bis vier zusammengefasst werden. Pro Klasse nehmen hier sechs bis sieben Schüler am besonderen Unterricht teil. „Hier wird jedes Kind nach seinen Vermögen und Begabungen gefördert und gefordert“, so Christiansen. Es werde offen miteinander gearbeitet. Und das Kind aus der ersten Klasse kann während des Unterrichts Einblick nehmen in die Arbeit des Zweitklässlers.

Für die Klaus-Groth-Schule ist das neu erhaltene Zertifikat die sechste Auszeichnung. So hat sie bisher die Prädikate „Gesunde Schule“, „Zukunftsschule“, „Spielen macht Schule“, „Nationalparkschule“ und „Küchen für Deutschlands Schulen“ erhalten. Für Nachhaltigkeit und das Schul-Biotop gab es ebenfalls schon Auszeichnungen.

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