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Rätsel um Erdaushub : Bauschutt am Strand abgelagert?

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Erdhaufen im Vorland von St. Peter-Ording bereiten den Spaziergängern Sorgen. Doch die Nationalpark–Verwaltung und die Tourismus-Zentrale können beruhigen: Der Kleiboden ist für Ausbesserungsarbeiten gedacht. Der wenige Schutt wird herausgesammelt.

Mehrere große Erdhaufen am Ende der Badbrücke in St. Peter-Ording geben Spaziergängern zurzeit Rätsel auf. Zumal hier und da ein Dränagerohr und Klinkersteine in der braunen Masse zu finden sind. Und das ganze mitten im Nationalpark Wattenmeer, mancher mag da sogar Illegales wittern. Des Rätsels Lösung liefert Armin Jeß von der Nationalpark-Verwaltung in Tönning. „Mit dem Kleiboden werden Ausspülungen und Auskolkungen verfüllt, die entlang einer Versorgungsleitung zur Arche Noah entstanden sind.“ Der Erdaushub stammt aus dem Nordseebad, genauer von der Baustelle des Beach Motels, das in Ording gleich hinterm Deich steht. Er wurde in Tating zwischengelagert, wie Jeß erklärt. Verantwortlich für die Maßnahme ist die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording. Sie wurde mit der Nationalpark-Verwaltung und der Schutzstation Wattenmeer abgestimmt. „Es handelt sich eigentlich um reinen Kleiboden. Das beste was man für solche Arbeiten nehmen kann, da er am widerstandsfähigsten ist. Auch im Deichbau wird er verwendet. Wir werden die wenigen Klinker und Rohre heraussammeln“, versichert Nils Koch, Leiter Strand bei der Tourismus-Zentrale, auf Anfrage.

2011 war die Versorgungsleitung zu dem Pfahlbau verlegt worden, wie Jeß erläutert. Die Trasse führt entlang der Badbrücke. Die Leitung sei mit dem Erdaushub wieder bedeckt worden. Doch habe die Masse den Sturmfluten im folgenden Winter nicht vollständig standgehalten, ein Teil sei weggespült worden, so Jeß weiter. Auch die Baustraße, die sich deutlich niedriger als die umgebenden Salzwiesen ausgebildet hatte, bereitete Probleme. Die Sturmfluten schufen dort eine Durchbruchstelle zwischen zwei Prielen im Vorland. Es musste gehandelt werden. „Die Schadstellen wurden im vergangenen Jahr mit Kleiboden verfüllt, der ist bindiger “, so Jeß. Es sei zwar im folgenden Winter wieder zu Ausspülungen durch Sturmfluten gekommen, doch nicht so schlimm. Nur der Sandwall am Ende der Badbrücke hat stark gelitten. Die Februar-Sturmflut mit ihren Eisschollen hat ihn abgetragen, so Jeß. Außerdem ist dort ein großer Kolk entstanden. „So haben wir den Beschluss gefasst, das nun mit Kleiboden aufzufüllen. Es wird anschließend mit Sand abgedeckt, der sich regelmäßig an den Strandüberfahrten sammelt.“ Damit solle die natürliche Vegetationsentwicklung unterstützt werden.

 

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erstellt am 15.Okt.2013 | 21:00 Uhr

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