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Ernte in vollem Gange : Bauern wollen Rücksicht nehmen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Maisernte ist angebrochen. Die nordfriesischen Kreisbauernverbände mahnen ihre Berufskollegen und Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht. 15 Unfälle mit Traktoren gab es 2013.

Auf den Feldern in Nordfriesland ist die Maisernte angelaufen. Deshalb muss mit verstärktem landwirtschaftlichen Verkehr gerechnet werden. Die Häckslerkolonnen stehen bereit. Deshalb bitten die Vorsitzenden der Bauernverbände Husum-Eiderstedt und Südtondern, Hans Friedrichsen und Wolfgang Stapelfeldt, betroffene Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Eindringlich appellieren sie aber auch an ihre Berufskollegen und die Lohnunternehmer, Rücksicht zu nehmen.

Zahlreiche Lohnunternehmer haben sich, so Hans Friedrichsen und Wolfgang Stapelfeldt, extra Kehrmaschinen angeschafft, die in den kommenden Wochen „24 Stunden täglich“ im Einsatz sein werden. Gleichwohl könnten Landwirte nicht immer vermeiden, dass es zu verschmutzten Fahrbahnen komme, auch wenn sie bemüht seien, diese so schnell wie möglich zu reinigen. Deshalb warnen die beiden Vorsitzenden, dass es „hier und da, insbesondere bei nassem Herbstwetter“ rutschig sein kann.

Hans Friedrichsen rät den Bauern, lieber in der Häckselkette einen Wagen mehr einzuplanen, damit langsamer gefahren werden kann. „Dies schont nicht nur Feld- und Wirtschaftswege, sondern hilft auch gerade bei Gegenverkehr an schmalen Stellen.“ Auch sollten die Berufskollegen nicht unterschätzen, wie die großen Geschütze bei zu schnellem Vorbeifahren auf Fußgänger und Radfahrer wirken. Deshalb lautet seine Empfehlung: „Langsam fahren bei Gegenverkehr mit Fußgängern und Radfahrern, vor allem in Wohngebieten, rund um Schulen, Spielplätze und Kindergärten oder an sonstigen neuralgischen Punkten. Es sollte jede Möglichkeit der Konfliktvermeidung genutzt werden.“ Wolfgang Stapelfeldt lobt, dass die Situation in den beiden vergangenen Jahren „entspannter“ geworden ist. Was jedoch nicht heiße, dass alles schon „hundertprozentig rund“ laufe. „Aber wir arbeiten daran“, beteuern die beiden Kreisvorsitzenden.

Auch in diesem Jahr hat die Polizei Schwerpunkt-Kontrollen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen geplant. Die Bilanz von 2013 weist 15 Unfälle mit Traktorfahrern als Verursacher aus. In der Mehrheit der Fälle (7) war das „Rechtsfahr-Gebot“ verletzt worden – die Traktoren zu weit auf die linke Fahrbahn geraten. In diesem Jahr haben sich bisher laut Angaben des Polizeisprechers Markus Langenkämper acht Unfälle mit Traktoren ereignet. Dabei spielten neben dem „Rechtsfahr-Gebot“ (2), eine zu hohe Geschwindigkeit (2) und die Ladung (3) eine Rolle.

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erstellt am 18.Sep.2014 | 17:30 Uhr

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