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Orkan-Aufräumarbeiten bis in den Sommer : Bauen statt Wiederaufforsten

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Bredstedter Stadtvertretung informierte sich über die Sturmschäden in den Forsten und über eine mögliche Folgenutzung der Flächen. Der Bauausschuss-Vorsitzende Wolfgang Kinsky schlug für ein Areal vor, Bauplätze daraus zu machen.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 17:00 Uhr

War es Vorfreude auf das Weihnachtsfest oder das Gefühl, 2013 einiges zum Wohl der Bürger auf den Weg gebracht zu haben? Hingen gute Stimmung und Beiträge mit viel Wortwitz gar damit zusammen, dass Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen für jedes Mitglied der Stadtvertretung einen „süßen Gruß“ parat hatte? Fragen, die sich die beiden einzigen Zuhörer in der letzten Sitzung des Jahres stellten. Das Gremium honorierte die Geste des Bürgermeisters mit Beifall. „Das gab es noch nie“, stellte Stadtvertreterin Johanna Christiansen schmunzelnd fest.

„Angesichts der Stürme Christian und Xaver fühlte ich mich in den vergangenen Wochen wie ein Waldmeister“, sagte Jessen in seinem Bericht. Viele gute Ratschläge und manche Bitten von Bürgern seien an ihn herangetragen worden. Das Telefon habe während der heißen Phase kaum still gestanden. Die Bauhof-Mitarbeiter, die Feuerwehr und freiwillige Helfer hätten gute Arbeit geleistet. Am wichtigsten sei gewesen, zunächst Wege und Straßen für den Verkehrsfluss wieder frei zu machen, was relativ schnell gelungen sei. Mitarbeiter der Betriebsforstgemeinschaft, in der die Stadt Mitglied ist, sind mittlerweile mit Aufräumarbeiten unter Einsatz von Spezialgeräten beschäftigt. „Es gibt noch sehr viel zu tun. Das Aufräumen der Wälder wird bis in den Sommer 2014 hinein dauern“, kündigte Jessen an. Kein Bürger sollte selbst Hand anlegen. „Viele Bäume stehen unter Spannung, so dass akute Verletzungsgefahr besteht“, sagte er weiter. Mit Neuanpflanzungen könne frühestens im kommenden Herbst begonnen werden. Die meisten Sturmschäden an öffentlichen Gebäuden, wie am Bürgerhaus, werden derzeit repariert.

Großes Lob zollte der Bürgermeister den Anliegern der Siedlung im östlichen Stadtbereich, landläufig auch als „Klein Moskau“ bezeichnet. 170 Teilnehmer waren zur Informationsveranstaltung wegen des geplanten Ausbaus der Straßen in den Bredstedter Sool gekommen (wir berichteten). „Ich habe das Gefühl, dass sich alle auf die Sanierung freuen“, bemerkte der Bürgermeister.

Der Stadtwald im Bereich der Straße Gritshefer wurde komplett zerstört, informierte Bauauschuss-Vorsitzender Wolfgang Kinsky. Er regte an, dort nicht wieder aufzuforsten. Das Gebiet eigne sich gut, um weitere Bauplätze auszuweisen. Da solle man lieber an anderer Stelle Ersatzpflanzungen vornehmen.

Noch in diesem Monat will sich das Gremium mit dem vorliegenden Entwurf der Ortsgestaltungssatzung befassen. Das veraltete Werk hatten die Stadtvertreter im August außer Kraft gesetzt, um nicht den Fortgang der beiden wichtigen Bauvorhaben (ehemals Tondern und Penny-Markt) zu verzögern oder gar zu gefährden.

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