zur Navigation springen

Barrierefreiheit bleibt ein großes Thema in der Stadt

vom

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Husum | Kurz vor Ende der Legislaturperiode haben auch der Beauftragte für Menschen mit Behinderung und der Seniorenbeirat der Stadt ihre Tätigkeitsberichte vor dem Stadtverordnetenkollegium vorgetragen. In ersterer Funktion erläuterte Hans Böttcher die wesentlichen Punkte, die in den vergangenen Monaten an ihn herangetragen worden waren. "Am häufigsten wurde nach barrierefreiem Wohnraum gefragt", sagte er. "Wenn dann zugleich auch noch preiswerter Wohnraum von behinderten Menschen gewünscht wird, gibt es kaum eine Chance, solchen über Baugenossenschaften oder Zeitungsanzeigen zu bekommen." Die der neuen Aktion "Nette Toilette" angeschlossenen WCs seien leider nicht alle barrierefrei. Die Anlage in Schobüll sei zwar entsprechend der DIN-Vorschriften auf diese Weise gestaltet worden. Hier schlug Böttcher jedoch vor, den Notruf nicht nur für Helfer vor der Tür sicht- und hörbar zu machen, sondern an eine Rettungsstelle weiterzuleiten. Was er sich mehr wünsche als die Erhöhung des Haushaltstitels von 710 Euro jährlich sei die Stellung eines Vertreters für das Amt, falls der Beauftragte aus irgendeinem Grund dessen Anforderungen zeitweise nicht nachkommen kann.

Auch Gernot von der Weppen als Vorsitzender des Seniorenbeirates mahnte bei Wohnungsbau- und anderen Projekten der Stadt stets den Blick auf die nicht so beweglichen Mitbürger an. Er präsentierte kurz die Themen der Beiratssitzungen und Versammlungen und stellte ebenfalls fest, dass die bislang nicht sonderlich gut funktionierende Aktion "Nette Toilette" die Arbeit des Seniorenbeirates "immer mehr belastet". Höhepunkte des abgelaufenen Jahres seien der Besuch mit 23 Senioren bei der Orchesterprobe des Militär-Musikzuges in Haderslev und die Veranstaltung "Musik ohne Grenzen" mit 160 Teilnehmern im Husumhus gewesen.

Vertreter aller Fraktionen bedankten sich bei beiden Vortragenden für ihre Arbeit. Eigentlich sei es schlimm, dass man im Jahr 2013 immer noch einen Beauftragten für behinderte Menschen haben müsse, sagte Peter Empen (SPD). "Da liegt wohl noch ein weiter Weg vor uns." Und Siegfried Schulze-Kölln (FDP) pflichtete ihm bei: "Es geht vor allen Dingen darum, die Barrierefreheit in den Köpfen herzustellen."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen