Unterschriften-Sammlung : Barriere soll verschwinden

Sönke Jessen übergibt stellvertretend die Unterschriftensammlung an Bürgermeister Wilfried Bockholt.
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Sönke Jessen übergibt stellvertretend die Unterschriftensammlung an Bürgermeister Wilfried Bockholt.

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20. November 2008, 09:12 Uhr

Niebüll | 70 Unterschriften von Niebüller Anwohnern aus dem Baugebiet 41 legte Sönke Jessen während der Stadtvertreter-Sitzung vor. In dem Papier fordern die Unterzeichner - wie schon zuvor im Ausschuss für Bau- und Planungswesen, Umwelt und Verkehrswegeplanung - die Entfernung eines bepflanzten Erdwalls. Dieser unterbricht seit kurzem einen Fußweg, der das neue Baugebiet 49 und die Häuser im Haferweg (Baugebiet 41) miteinander verbindet. Dieser Erdwall sei, so Sönke Jessen, laut B-Plan nicht vorgesehen, der Weg als öffentlicher Fußweg ausgewiesen. Die Anwohner fordern nun, dass in der Verlängerung dieser Stichstraße der entfernte Fußweg umgehend wieder hergestellt wird, die Barriere, sprich der Wall, verschwindet. Der Pfad sei unerlässlich als Verbindung zum Baugebiet Nr. 49 sowie dem Bolzplatz.

"Ich habe genauso geguckt, wie Sie", musste Bürgermeister Wilfried Bockholt zugeben. Er bestätigte: "Der Fußweg ist im B-Plan vorgesehen." Da sei etwas gehörig "in die Grütze" gegangen. Für eine Lösung gäbe es bereits Ansätze, aber noch keine Klarheit. Wilfried Bockholt erklärte die Problematik. Der Weg sei zum Teil Privat-Eigentum (der nördlicher Abschnitt ist Erschließungsweg für die Grundstücke), zum Teil gemeinschaftliches Eigentum. Er setze nun auf das Gespräch mit den Teileigentümern.
"Wer hat denn das veranlasst?"
Erika Spaude erklärte, sie sei mit der Erklärung nicht zufrieden und wollte mehr über den Wall und dessen Bepflanzung wissen: "Wer hat denn das veranlasst?" Bockholt entgegnete, das sei noch in der Klärung. Bürgervorsteher Uwe Christiansen stellte klar: "Ich möchte hierüber in der Einwohner-Fragestunde keine Diskussion."

Karl-Heinz Schmidt ergänzte: "Wir wollen in entspannter Atmosphäre das Gespräch suchen." Solange sei es besser, die Angelegenheit nicht zu thematisieren. Sönke Jessen wollte wissen, wann dieses Treffen stattfinden werde. Er habe den Eindruck die Angelegenheit werde verschleppt. Dem entgegnete Bürgermeister Wilfried Bockholt, es sei lediglich eine Terminfrage. Angesichts der Haushaltsberatungen gestalte sich dies als sehr schwierig.
Mögliche Gefahren für die Kinder
Anwohnerin Sonja Möller wies darauf hin, dass solange der Verbindungsweg nicht genutzt werden könne, den Kindern aus dem Baugebiet 49 bei ihrem Schulweg auf Grund des Walls nichts anderes übrig bliebe, als unbeleuchtete Strecken, wie beispielsweise den Friesenweg, zu befahren. Das sei in der dunklen Jahreszeit nicht ungefährlich.

Bürgermeister Wilfried Bockholt wiederholte, der kurze Weg für eine Entscheidung sei ein Gespräch mit den Grundstückseigentümern. Dabei müsse auch die Haftungsfrage geklärt werden. Der lange Weg wäre eine Änderung des B-Planes.

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