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Für mehr Sicherheit : Bald Leinenzwang in Friedrichstadt?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Politiker regt angesichts vieler freilaufender Hunde die Einführung an. Auch die Überprüfung der Bootsstege war Thema der Stadtvertretung. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind derzeit unterwegs, um Mängel festzustellen.

Gezählt wurde bereits, jetzt wird überprüft: 351 Anlegestege gibt es in Friedrichstadt, doch längst nicht alle entsprechen den Sicherheitsvorschriften. Ordnungsamtsmitarbeiter sind derzeit zu Kontrollgängen unterwegs, doch die oberste Verantwortung für die Sicherheit der Anlagen trägt Bürgermeister Eggert Vogt (SPD). „Der Gesetzgeber sagt, jeder Steg ist ein Hafen“, trug dieser in der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung vor. „Also bin ich 351 Mal Hafenmeister. Es wurde mir auch gesagt, ich brauche keine nautischen Kenntnisse – aber ich bin verantwortlich. Und wenn man die Stege mal anguckt, ist es ein Wunder, dass ich noch frei bin. Der Bürgermeister steht ja – ähnlich wie bei den Spielplätzen – bei solchen Dingen immer mit einem Bein im Gefängnis.“ Auf jeden Grundstücksbesitzer, der einen Anlegesteg beantragt, kommen zunächst einmal 105 Euro Bearbeitungskosten beim Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) zu. Die Besitzer vorhandener Anlegestege werden aufgefordert, festgestellte Mängel zu beheben. „Doch dabei“, so der Stadtchef, „ergibt sich ein Problem: Wir sind zwar für die Überwachung zuständig – aber weder Stadt noch Amt können bei Nichtbefolgen tätig werden. Das kann wiederum nur das LKN, beispielsweise mit Zwangsgeldern.“ Zurzeit werden Gespräche mit dem Landesbetrieb hinsichtlich Regelung und Zusammenarbeit geführt. Jedoch steht jetzt bereits fest: Autoreifen und dergleichen als „Puffer“ sind an den Anlegestegen grundsätzlich verboten und müssen entfernt werden. Dass dies durchgesetzt werde – daran ließ der Stadtchef keinen Zweifel: „Ich will nicht im Kittchen landen.“

Positiv entwickelt hat sich die Haushaltslage der Stadt – der Jahresüberschuss 2013 betrug knapp 51 000 Euro. Für die Stadt bedeutet das allerdings kein Bargeld. „Es ist so“, erläuterte Sandra Rohde von der Amtsverwaltung, „dass dieser Betrag vom derzeitigen Schuldenstand abgezogen wird, der nunmehr rund 3,9 Millionen Euro beträgt.“ Die Jahresrechnung hatten zuvor die Stadträte Ingwer Johannsen (SPD), Frank Nehlsen (CDU), Heiko Schönhoff (SSW) und Bernd Güldenpenning (FBV) geprüft. Der Jahresabschluss sowie die Genehmigung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben wurden einstimmig beschlossen.

Sowohl die neue Hauptsatzung als auch die neue Geschäftsordnung wurden im Gremium einstimmig durchgewunken. Heike Willhöft (SPD) erkundigte sich nach der Zusammenkunft wegen der Krähen. Antwort von Bürgermeister Eggert Vogt: „Ich wollte das Gesundheitsamt gerne dabeihaben, bekam von dort aber eine Absage.“ Von den übrigen Angeschriebenen habe bisher keiner reagiert. Er gehe aber davon aus, dass die Zusammenkunft bis Ende November stattfindet.“

Bernd Güldenpenning (FBV) wollte die Chance nutzen, da der Amtsvorsteher als oberste Ordnungsbehörde anwesend war, und auf das Problem der freilaufenden Hunde hinzuweisen und fragte an: „Dürfen wir einen Leinenzwang im Stadtgebiet einführen?“ In der jetzt dunklen Jahreszeit sei es „alles andere als lustig , wenn da plötzlich ein Hund in der Größe eines Kalbes vor einem steht“. Amtsvorsteher Ralf Heßmann, der zurzeit die Runde durch die 27 Gemeinden des Amtes Nordsee-Treene macht, will sich erkundigen. Zuständig sei in diesen Fällen der Ordnungsamts-Mitarbeiter Thomas Magnussen.

Derzeit führt das LKN in Friedrichstadt zwei Baumaßnahmen aus – zum einen beginnt der letzte Bauabschnitt der dritten Treeneschleuse im Bereich Inselweg. „Mir ist zugesichert worden, dass Rettungsfahrzeuge durchkommen“, betonte der Bürgermeister. „Es kann aber sein, dass Anlieger nicht mit ihren Fahrzeugen in die Straße einfahren können.“ Die zweite große LKN-Maßnahme findet im Bereich des Ostersielzuges (gegenüber vom Einkaufsmarkt) statt: Zwischen der Holmertorbrücke und der Kreisbahnbrücke werden neue Spundwände eingebaut. Es kommt zur halbseitigen Sperrung. Laut Bürgermeister könne aber auch mal eine Vollsperrung vorgenommen werden. Eine Verkehrsregelung sei abgestimmt.

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