Ockholm : Bäderstraße ab 9. Juli gesperrt - Sanierung beginnt

Die L191 (Bäderstraße) ist eine wichtige Verbindung zwischen Bundesstraße 5 und den Fährhäfen zu den Halligen.
Die L191 (Bäderstraße) ist eine wichtige Verbindung zwischen Bundesstraße 5 und den Fährhäfen zu den Halligen.

Die wichtige Bäderstraße zwischen Bordelum und Schlüttsiel wird abschnittsweise gesperrt. Der Nahverkehr wird umgeleitet, Lkw und Fernverkehr sollen die B5 nutzen.

shz.de von
01. Juni 2018, 07:00 Uhr

In der Zeit vom 9. Juli bis zum Jahresende wird das rund zwölf Kilometer lange Teilstück der Landesstraße 191 (Bäderstraße) zwischen Bordelum und Schlüttsiel in drei Bauabschnitten komplett saniert. Auch ein Radweg wird gebaut. Rund fünf Millionen Euro werden dafür investiert.

Ohne Umleitungen wird es nicht gehen, denn die Strecke stelle eine wichtige Verbindung zwischen Bredstedt und Schlüttsiel sowie Dagebüll her, informierte Volker Behler vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein im Gemeindehaus Ockholm. Diese sollen allerdings möglichst dem Nahverkehr, vor allem den Anliegern, vorbehalten bleiben. Der Fernverkehr – sowohl Pkw als auch Lkw – soll möglichst auf der Bundesstraße 5 in Richtung Norden bleiben und somit den Bereich großräumig umfahren. Erreicht werden soll dies durch entsprechende Umleitungsschilder. Den Hinweis eines Einwohners, die Umleitungsschilder schon zumindest ab Hattstedt zu platzieren, nahm der Referent dankbar entgegen.

Zur Baumaßnahme: Der erste Bauabschnitt – auch der längste – zwischen der Einmündung zur Kreisstraße 72, der Dorfstraße in Ockholm, und dem Kreisverkehr in Schlüttsiel soll komplett einschließlich dem Neuaufbau der Asphaltschicht am 17. August, dem Ende der Sommerferien, fertig werden. „Das ist realistisch, wenn das Wetter mitspielt“, so Behler.

Ab dem 20. August startet der zweite Bauabschnitt in zwei Teilabschnitten, zunächst von Ockholm ab der Einmündung zur Kreisstraße 72, also der Dorfstraße, in Richtung Bordelum bis zur Abzweigung Koogstraße, der Landesstraße 11, die in die Köge führt. „Das Stück soll am 31. August fertig sein“, so Behler. Der zweite Teilbereich ab Einmündung Koogstraße bis zum Abzweiger Langenhorner Alter Deich nach Langenhorn (Landesstraße 13) wird direkt danach in Angriff genommen und soll bis zum 21. September beendet sein. In dem Bereich ist vorgesehen, die komplette Entwässerung zu erneuern – inklusive Pflasterrinne.

Mit dem dritten Bauabschnitt wird das Großprojekt am 24. September, jeweils in drei Teilbereichen zwischen den Abzweigern zu den Landesstraßen 11 und 13, fortgesetzt. Bauende ist für den 9. November vorgesehen. Hier werden sich die Arbeiten etwas umfangreicher gestalten, weil viele Fahrbahnabsackungen mehr Unterbau erforderlich machen. „Da müssen wir teilweise bis zu einen Meter tief rangehen, bevor neuer Asphalt draufkommt“, so der Experte. Danach ist der Radweg dran.

Zu den mit dem Kreis Nordfriesland abgesprochenen Umleitungen: Im ersten Bauabschnitt wird über die Dorfstraße (Kreisstraße 72) in Richtung Waygaard nach Schlüttsiel umgeleitet. Das sei, so Behler, zwar eine relativ lange Strecke, schone jedoch Gemeindestraßen, da die Brücke Munksbrück ja noch nicht befahrbar ist. Lkw dürfen nicht passieren. Sie sollen die B 5 nutzen. Mit dem Schulbusverkehr gibt es keine Probleme, da Ferien sind.

Wenn der erste Bauabschnitt abgeschlossen ist, gilt es, nur noch für vier Wochen eine Umleitung um den Ortskern herum über Gemeindestraßen zu schaffen. Auch hier sollen Lastkraftwagen ausgeschlossen werden. Ab dem letzten Bauabschnitt können SchlüttsieI und Dagebüll wieder über die Landesstraße 11 (Köge) oder über Langenhorn erreicht werden.

„Während der gesamten Bauzeit wird den direkten Anliegern die Zufahrt zu ihren Grundstücken ermöglicht“, versprach Volker Behler. Nur in Einzelfällen ginge es zeitweise nicht. Der Schachtmeister werde rechtzeitig durch Handzettel und persönliche Ansprache der Hausbesitzer informieren. „Sollte es Probleme geben, wenden Sie sich an die Bürgermeisterin, oder kommen freitags ab 9.30 Uhr zur wöchentlichen Baubesprechung“, so Behler. Ansonsten werde per Rundfunk und Presse regelmäßig über Baufortschritt sowie Umleitungen informiert.

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