Mehr Beinfreiheit : Badestelle wird ausgebaggert

Nach Herzenslust planschen können künftig Badenixen am Stichkanal.
Nach Herzenslust planschen können künftig Badenixen am Stichkanal.

Die Badestelle am Stichkanal Koldenbüttel wird ausgebaggert. Mit diesem Beschluss folgt der Gemeinderat dem Wunsch von Jugendlichen, die sich im Sommer dort gerne aufhalten. Allerdings: Kopfsprünge ins Wasser werden auch bei mehr Wassertiefe verboten sein.

shz.de von
01. Juni 2014, 10:00 Uhr

Eine Stunde früher als gewohnt begann die Zusammenkunft der Gemeindevertreter in Koldenbüttel. Der Sitzung vorgeschaltet war die Vorstellung des Projektes Saxfähre (wir berichteten). Das dortige Schöpfwerk soll mit einem neuartigen System ausgestattet werden, so dass wandernde Fischarten nicht mehr in den Pumpen zerhackt werden.

In der Sitzung selbst entbrannte eine längere Diskussion zum Thema Ausbaggern der Badestelle am Stichkanal Koldenbüttel. Bürgermeister Detlef Honnens betonte: „Wir sind von Jugendlichen gebeten worden, die Badestelle auszubaggern. Ich weise aber darauf hin: Kopfsprünge sind nach wie vor verboten.“ Der Sielverband habe den Arbeiten bereits zugestimmt. Das vom Bagger ausgehobene Erdreich werde zunächst an den Rändern gelagert. Die Firma werde auch gleich Strandsand einbringen. Kritik von Joachim Kriegshammer: „Das Ausbaggern hält doch nur ein Jahr vor.“ Jörn Paul (SPD) wies darauf hin, dass dies die erste Ausbaggerung an dieser Stelle sein werde. Nach längerer Diskussion wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung die Ausbaggerung schließlich in Auftrag gegeben.

Die Jugend-, Sozial- und Kulturausschuss-Vorsitzende Frauke Vollstedt (WGK) informierte über ihre an den Kreis abgegebene Stellungnahme zum Thema Jugendaktivitäten. Darin habe sie auf den Jugendtreff, die Spielplätze, den Rodelberg sowie den Spielkreis hingewiesen. Zum vorgeschriebenen Baumkataster bemerkte der Bürgermeister: „Ich werde Fachleute einladen und mache mit ihnen einen Waldlauf.“

Joachim Kriegshammer brachte das Thema Radwege zur Sprache. „Wir sollten im nächsten Jahr bei der Wegeunterhaltung sparen und dann die Radwege sanieren“, sagte dazu der Gemeinde-Chef. Beratungen dazu finden im zweiten Halbjahr statt. Schließlich beschloss der Gemeinderat bei drei Enthaltungen die erste Änderung des Landschaftsplanes für das Gebiet westlich des Dorfkerns.

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