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Vor Modernisierung : Bad ist Tönningern lieb und teuer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bauliche Veränderungen an der Freizeit-Einrichtung kosten mehr als geplant. Aber die Gemeindevertretung sieht die Ausgabe als Investition in die Zukunft. Bei einer Gegenstimme segnete das Gremium den Nachtrag zum Wirtschaftsplan ab.

Mit einer Gegenstimme segneten die Tönninger Stadtvertreter die erste Nachtragshaushalts-Satzung inklusive Nachtrag zum Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Tourist- und Freizeitbetriebe 2013 ab. Stadtvertreter Friedrich Busch (CDU) hatte bereits vorab deutlich gemacht, anders als seine Parteigenossen dagegen zu votieren. Er sei mit der Erhöhung des Haushaltsansatzes für bauliche Veränderungen im Meerwasser-Freibad von 20 000 auf 214 500 Euro nicht einverstanden: „Wir können nicht ins Uferlose investieren.“

Bürgermeister Frank Haß hielt dagegen: „Wir haben in allen Fraktionen ausführlich darüber gesprochen. Die Politik hat den Bürgerwillen umzusetzen.“ Im Rahmen einer Befragung hätten sich die Einwohner dafür ausgesprochen. Die geschätzten Sanierungskosten für das ziemlich marode Bauwerk aus den 1960-er Jahren lägen im Toleranzbereich. Die Planänderung sei nötig geworden, weil die Ausschreibung der Schwimmbadtechnik sowohl im baulichen, als auch im technischen Bereich erhebliche Mehrkosten ergeben hatte. Nach Erneuerung der technischen Anlage war es notwendig, die alte Technik im Keller auszubauen. Allein dafür mussten 46 000 Euro gelöhnt werden. Nach dem Abbau des Schwallwasserbehälters gab es Wassereinbrüche im Keller. Das Problem konnte bisher immer noch nicht gänzlich behoben werden. Man arbeite daran. Zudem war es nötig, die Fließgeschwindigkeit im Becken zu erhöhen. Das habe weitere 25 000 Euro verschlungen, ganz zu schweigen von Mehrkosten im Bereich der Pflasterflächen des Beckenumganges. „Das Bad wird gut angenommen. Das Paket ist eine Investition für die Zukunft. Wir können nicht zurückrudern“, erklärte Stefan Runge (SPD). „Wir brauchen unser Bad für die Region. Das sehen die Bürger auch so“, betonte Mery Ebsen (AWT).

Weitere Punkte in der Satzung wurden so hingenommen, wie beispielsweise die notwendige Erhöhung von Investitionskosten für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus. Ursprünglich waren 237 500 Euro angesetzt worden Erhöht wurde um 34 000 Euro. In punkto Gemeinschaftsschule mussten eingeplante 60 000 Euro auf 75 400 Euro erhöht werden. Das hing mit höheren Abrisskosten für das Haus Eiderente zusammen. Im Ergebnisplan wird der Gesamtbetrag der Erträge von bisher 8,6 Millionen auf neun Millionen Euro erhöht, der Betrag der Aufwendungen von 10,9 Millionen auf zwölf Millionen Euro sowie der Jahresfehlbetrag von 2,3 auf drei Millionen Euro erhöht. Im Finanzplan ergeben sich Veränderungen wie folgt: Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit statt 8,5 Millionen nun 8,9 Millionen Euro, Auszahlungen von 10,1 auf 11,2 Millionen, sowie Einzahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit von 811 600 auf 999 200 Euro erhöht, und Auszahlungen statt 1,4 Millionen nun 1,6 Millionen Euro. Der Jahresverlust der Tourist- und Freizeitbetriebe beträgt 826 500 Euro.

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