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Leckerer Apfelkuchen hilft helfen : Backen für eine Flüchtlingsfamilie

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Friedrichstädter Landfrauen beteiligten sich an einem Apfelkuchen-Wettbewerb. Die leckeren Kuchen wurden verkauft, der Erlös ist für eine syrische Flüchtlingsfamilie in Friedrichstadt bestimmt.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 06:45 Uhr

Hmm, lecker! Schon beim Anblick der 14 Kuchen und Torten, die die Mitglieder des Landfrauenvereins Friedrichstadt und Umgebung gebacken haben, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Verführerisch angerichtet auf einem Tisch im Mildterhof-Café in Seeth, wird das große Herbstthema „Apfel“ in vielen delikaten Facetten bedient: Vom Apfelbrot über den gefüllten Bratapfelkuchen oder die Apfelschmandtorte bis hin zur aufwendig dekorierten Torte im Form eines rotbackigen Apfels samt Marzipan-Raupe „Nimmersatt“ haben Landfrauen Backkünste und Fantasie unter Beweis gestellt – für einen Wettbewerb, der einem guten Zweck dient: „Der Erlös aus dem Verkauf des Kuchens fließt einer syrischen Flüchtlingsfamilie in Friedrichstadt zu“, erklärt Hofcafé-Chefin Conny Liegmann. Dafür haben sich die Damen ins Zeug gelegt. Und nun muss eine Jury entscheiden, welcher Kuchen der leckerste ist.

Gut gefüllt ist das Hofcafé: Alle wollen von den Kuchen kosten und sich selbst ein Urteil bilden. Zuvor aber werden jedem der nummerierten Torten und Kuchen Teststücke für die Jury entnommen. Kuchenfan Walter Clausen (Koldenbüttel), Pastor Michael Jordan (Friedrichstadt), Maik Schultze (Markt-Treff Witzwort), Anja Andersen (Tourismusverein Friedrichstadt), Christa Reese (Bürgermeisterin Ramstedt) und Landfrauenchefin Ingrid Sattler haben es nicht leicht: Die Sahneberge und zuckersüßen Füllungen versprechen viele, wenn auch leckere Kalorien. Nur mit Wasser, Kaffee und am Ende einem Schnaps ist das zu schaffen. Gewertet wird nach einem Punktesystem in den vier Kategorien Aussehen, Aroma, Geschmack und Konsistenz. Der einzige Profi am Jury-Tisch: Pastor Michael Jordan, früher selbst Konditor und Bäcker. „Aber ich bin hier vor allem als Genießer“, stellt er klar, meint dann aber doch mit Blick auf die sahnigen Verzierungen fachmännisch: „Sahne ist als Geschmacksverstärker perfekt, darf aber nicht dominieren.“

Während sich die Gäste im Hofcafé ihre Kuchen munden lassen, prüft die Jury die unterschiedlichen Backwerke und kommt am Ende zum Ergebnis: Die Kuchen von Ellen Eckhardt aus Schwabstedt und Thea Hansen aus Witzwort sind die besten. Jetzt müssen die Würfel entscheiden, und da macht Ellen Eckhardt mit ihrer Apfelschmandtorte auf Mürbeteig das Rennen. „Die ist aber auch wirklich richtig lecker“, sagt sie selbstbewusst. Das bestätigen viele Gäste, die auf den Gewinnerkuchen tippen und kleine Geschenke ergattern können. Lenke Busch vom Landfrauenverein Tostedt in Niedersachsen ist an diesem Nachmittag auf Einladung ihrer Schwägerin Ingrid Sattler dabei: „Ich will hier Ideen für meinen Verein sammeln“, berichtet sie. Speziell interessiert sie sich für den gedeckten Apfelkuchen mit Eierlikör. Und beweist damit den richtigen Riecher: Schließlich wurde Thea Hansens Torte nur durch die Würfel auf Platz 2 verwiesen. „Aber eigentlich sind alle, die gebacken haben, Sieger“, lobt Ingrid Sattler den süßen Wettbewerb, der 434 Euro für den guten Zweck erbracht hat. Der Landfrauenverein rundet auf 500 Euro auf: Das Geld ist für eine syrische Flüchtlingsfamilie bestimmt.

 


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