Klinik Husum : Baby-Boom: Vierter Kreißsaal in Planung

Das Geburtshilfe-Team der Klinik Husum um Dr. Michael Glaubitz (Mitte hinten) hat im vergangenen Jahr 807 Geburten betreut – so viele wie seit 1999 nicht mehr.
Das Geburtshilfe-Team der Klinik Husum um Dr. Michael Glaubitz (Mitte hinten) hat im vergangenen Jahr 807 Geburten betreut – so viele wie seit 1999 nicht mehr.

Mit mehr als 800 Entbindungen im Jahr verzeichnet die Husumer Klinik einen regelrechten Baby-Boom. Jetzt ist ein vierter Kreißsaal geplant.

shz.de von
14. Januar 2017, 12:30 Uhr

Der Baby-Boom in der Husumer Klinik zeichnete sich im vergangenen Jahr frühzeitig ab. „Dass wir aber mehr als 800 Geburten begleiten würden, haben wir bis zuletzt nicht zu hoffen gewagt“, freut sich Dr. Michael Glaubitz, Chefarzt der Frauenklinik Husum. „Eine solch hohe Zahl an Entbindungen konnten wir zuletzt 1999 verzeichnen“, erläutert Ellen Tranzer, leitende Hebamme der Klinik, stolz.

Neben dem landesweit zu beobachtenden Geburtentrend spürt die Frauenklinik Husum natürlich auch die Schließungen der geburtshilflichen Einrichtungen auf Sylt, Föhr und in Niebüll. Daran wird sich nach heutigem Stand auch in Zukunft nichts mehr ändern. Für Schwangere von den nordfriesischen Inseln hält die Husumer Klinik deshalb auch ständig zwei Appartements in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus für eine „vorgeburtliche Unterbringung“, sogenanntes „Boarding“ bereit.

„Wir danken allen Familien, die uns ihr Vertrauen entgegen gebracht haben. Ebenso gilt mein großer Dank dem geburtshilflichen Team aus Hebammen, Ärzten, Kinderkrankenschwestern und Krankenschwestern, das mit ganz großem Engagement, hoher Professionalität und sehr viel Einfühlungsvermögen die Patientinnen, die Babys und natürlich auch die Väter betreut hat“, so Christian von der Becke, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland.

Mitunter war im Vorjahr auch Improvisationstalent gefordert: „Gerade unsere bisherigen räumlichen Verhältnisse forderten uns dann und wann etwas heraus“, merkt Dr. Michael Glaubitz an. Zwischenzeitlich hat sich die räumliche Situation nach Klinik-Angaben ebenso entspannt wie auch punktuelle personelle Engpässe durch die Aufstockung der Hebammen-Teams aufgefangen werden konnten.

„Zudem haben wir beim Land Schleswig-Holstein Fördermittel für einen vierten Kreißsaal beantragt“, bestätigt Christian von der Becke. „Wir möchten einen bisher als OP-Saal genutzten Raum in einen weiteren Kreißsaal umwidmen, um noch flexibler auf Belegungsspitzen reagieren zu können“. Dieser vierte Kreißsaal wird sich dann direkt neben den bereits vorhandenen Entbindungsräumen befinden, so dass kurze Wege garantiert sind. Mit bereits genehmigten Fördermitteln des Landes Schleswig-Holstein werden zudem auch die Untersuchungskapazitäten der Geburtshilfe Husum erweitert. „Dafür danken wir dem Land sehr herzlich“, so das Team der Klinik unisono.

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