St. Peter-Ording : B-Plan Nr. 1: Kein Ende in Sicht

Die Neuaufstellung des Bebauungsplanes erweist sich als höchst schwieriges Unterfangen.
Die Neuaufstellung des Bebauungsplanes erweist sich als höchst schwieriges Unterfangen.

Erneut gibt es keinen Empfehlungsbeschluss für die Gemeindevertretung. Der Grund: Die CDU-Fraktion sieht noch Beratungsbedarf.

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05. Juli 2018, 14:00 Uhr

Die Neuaufstellung des Bebauungsplans 1 – es ist die 4. Änderung – beschäftigt nun seit Jahren die Verwaltung und damit auch den Bauausschuss der Gemeinde. Es handelt sich um das Gebiet südlich und östlich der Straße „Im Bad“ sowie nördlich der Straße „Kieferneck“. Einfacher formuliert: Es reicht von „Loreley“ bis zum Restaurant „Meeresbrise“.

Für ehemals Volksbank und China-Restaurant gibt es einen vorhabenbezogenen B-Plan. Begrenzt wird das Gebiet hinten vom bewaldeten Dünengürtel, der sich über den „Alten Badweg“ hinweg zum Dorf und bis am Seedeich entlang durch den Ort zieht.

Die Bebauung in diesem Gebiet ist höchst unterschiedlich. Das Restaurant „Die Insel“ mit der Apotheke im gleichen Komplex gehört dazu, ebenso die „alte Post“, „Villa Anna“ und „Loreley“ sowie die „Gesundheitsklinik Stadt Hamburg“, schließlich auch das neunstöckige Hochhaus im hinteren Bereich, die „Pension Fortuna“ und das „Hotel Strandburg“. Aber es gibt sogar einige ganz normale Familienwohnhäuser. Auch begrenzt sind Flächen zum Parken vorhanden. Über die drei Sackgassen „Möwenweg“, „Zur Dünenbake“ und „Kieferneck“ kommen Anlieger zu ihren Grundstücken beziehungsweise Wohnungen und Gäste zu ihren Ferienwohnungen. Und als Besonderheit gibt es noch den „Rungholtstieg“. Geschäfte, Hotels, Dauer- und Ferienwohnungen geben sich hier ein Stelldichein.

Das alles ist in einem B-Plan miteinander zu vereinbaren und festzulegen. Was dem einen Grundstücksbesitzer recht ist, ist dem anderen billig. Für die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes ein höchst schwieriges Unterfangen. So hatte der B-Plan nun bereits mehrfach öffentlich ausgelegen, zuletzt vom 2. März bis zum 3. April 2018. Parallel dazu waren die Behörden und Träger öffentlicher Belange zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.


Tagesordnungspunkt abgesetzt

Der Bauausschuss hätte eigentlich einen Empfehlungsbeschluss für die Gemeindevertretung fassen wollen, wenn nicht doch wieder ein Einwand vorgelegen hätte. Dem wollte man mit verkürzter Auslegungsfrist seitens der Verwaltung nachkommen. So war die Planung. Aber dann beantragte die CDU-Fraktion die Absetzung dieses Tagesordnungspunktes. Einstimmig folgte der Bauausschuss dem Antrag. Es bestand eben noch Beratungsbedarf.

Hätte es die Anfragen hinsichtlich dieses B-Planes nicht gegeben, wäre das allerdings trotzdem so geschehen. Da ging es aber um Parkprobleme und Fahrbahnschädigungen wegen Bauarbeiten im „Kieferneck“, aber auch noch einmal um die aus Sicht eines betroffenen Anliegers Ungleichbehandlung hinsichtlich der Geschosszahlen, der Festlegung von Zweigeschossigkeit bei einer Firsthöhe von 12,50 Metern und der Traufenhöhe von 7,50 Metern. Man spürte: Zündstoff war immer noch vorhanden. Unmut herrschte außerdem, weil das alles so lange dauere und schon so oft über den B-Plan 1 geredet worden sei. Bauausschussvorsitzender Kurt Kahlke (SPD) hatte es an diesem Abend wahrhaftig nicht leicht.


Klares Votum für neues Beleuchtungskonzept

Einstimmig wurde beschlossen, einen Antrag auf Förderung von 40 Prozent für die Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes für die Sporthalle (Utholm-Halle) St. Peter-Ording zu stellen. Die Sporthalle ist seit 1984 mit der damals eingerichteten Beleuchtungsanlage in Betrieb. Die Energiekosten-Einsparung betrüge insgesamt 61 Prozent bei einer Amortisation in zehn Jahren und einer lichttechnischen Verbesserung von 300 lux auf etwa 450 lux.
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