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Mehr Sicherheit : B 5: Jugend wünscht sich Kreisel und Zebrastreifen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Hattstedt hatte Heranwachsende zu einer Jungen Einwohnerversammlung eingeladen. Ziel ist, den Nachwuchs bereits früh in die Arbeit der Politiker einzubinden und ihre Vorstellungen möglichst zu berücksichtigen.

Um die Verkehrssicherheit vor dem OK-Jugendtreff in Hattstedt sorgen sich dessen Besucher. Bei einer Jungen Einwohnerversammlung nach ihren Wünschen befragt, lag dieser obenauf: Könnte der Staßenabschnitt zur Spielstraße deklariert werden?

Acht junge Hattstedter – allesamt regelmäßige Gäste des Jugendtreffs – waren zu der von der Gemeinde anberaumten Sitzung gekommen. Autofahrer würden trotz Beschränkung auf Tempo 30 zu schnell unterwegs sein, erläuterten die Jugendlichen. Die meisten würden zügig in die Kurve fahren und könnten so erst im letzten Moment Fußgänger oder spielende Kinder sehen. Bürgermeister Ralf Heßmann dämpfte zu viel Optimismus. Der Kreis Nordfriesland habe ein solches Ansinnen schon vor Jahren negativ beschieden. Aber Heßmann hatte einen anderen Vorschlag parat: Man könnte vielleicht Markierungen in roter Schrift mit dem Hinweis 30 km/h auf der Fahrbahn auftragen – so, wie bereits im Lehmkuhlenweg geschehen.

Auf weitere Brennpunkte wiesen die Jugendlichen hin: Die B 5 in Höhe des Lebensmittelmarktes werde von vielen Schulkindern und Erwachsenen, unter ihnen viele Senioren, überquert. Zebrastreifen an der Verkehrsinsel wären da eine große Hilfe. Auch hier werde viel zu schnell gefahren, außerdem habe der Verkehr eindeutig zugenommen. Das hänge mit der Brückenbaustelle auf der A 7 zusammen, bestätigte der Bürgermeister. Viele würden auf die A 23 ausweichen und müssten so zwangsläufig durch Hattstedt fahren. Vor allem der Lkw-Verkehr habe zugenommen, hat Heßmann beobachtet. Einen Zebrastreifen oder die Installation einer Ampelanlage habe der Kreis vor Jahren ebenfalls abgelehnt. Demnächst würden aber weiße Holzbaken als optisches Signal am Ortseingangsschild aufgestellt.

„Bekommen wir einen Kreisel am Abzweiger nach Husum?“, wollte die Vorsitzende der Jugendvertretung, Patrizia Makoben, wissen. Für Radfahrer und Fußgänger sei das dort gefährlich. Wenn sie von Osten kommen hätten sie Vorfahrt gegenüber dem fließenden Verkehr; von Westen kommend, müssten sie aber anhalten und die in Richtung Husum fahrenden Fahrzeuge vorbeilassen. Viele Grundschulkinder, die mit dem Rad unterwegs sind, würden täglich großen Gefahren ausgesetzt, weil Autofahrer sie kaum wahrnehmen. „Ein Kreisel ist abgelehnt worden, weil wir irgendwann die Umgehungsstraße bekommen“, so die Antwort Heßmanns. Er wolle aber anregen, dass der Fachausschuss eine Resolution an den Kreis verfasst, damit bei der nächsten Verkehrsschau das Thema noch einmal auf den Tisch kommt.

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