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Handwerks-Betriebe : Auszubildende haben das Wort

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nordfrieslands Kreishandwerkerschaften suchen zum zweiten Mal „Starke Ausbildungsbetriebe im Handwerk“. Bei dem Wettbewerb haben die Auszubildenden das entscheidende Wort.

Die Kreishandwerkerschaften Nordfrieslands starten in die zweite Runde ihres Wettbewerbs „Starker Ausbildungsbetrieb im Handwerk“. Dabei geht es darum, dass nicht die Betriebe ihre Auszubildenden beurteilen, sondern diese ihre Betriebe.

„Dieser Wettbewerb passt zur gesellschaftlichen Realität“, erklärte Birger Bahlo, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Kreishandwerkerschaften (KHS) Nord und Süd in einer Pressekonferenz in der Niebüller Backstube.

Diese gehörte 2015 zusammen mit „Nord-Ostsee Automobile“ (Husum) und der Malerei Christophersen (Ladelund) zu den Gewinnern des in drei Kategorien ausgelobten Wettbewerbs. Dieser dient dem Ziel, die Betriebe zukunftsfähig zu halten und dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegen zu wirken.

Wenn der Chef cool, die Kollegen okay und die Ausbildung klasse ist, dann sollte der Lehrling mitmachen. Allerdings sollte er seine „Beurteilung“ konkretisieren. Gefragt wird nach der Unternehmenskultur, also wie man miteinander umgeht, wie der Arbeitsplatz ausgestattet ist, ob sich die Arbeitszeit flexibel regeln lässt, wie es um das Marketing steht, ob man ein offenes Ohr für den Azubi hat und wie es um die Zukunftsaussichten steht.

In dem mit insgesamt 1000 Euro dotierten Wettbewerb wird nach drei Betriebsgrößen entschieden: nach solchen mit bis zu drei, mit vier bis sechs und mehr als sechs Azubis. Teilnehmen können Lehrlinge aus Innungs-Betrieben. Die Teilnehmer informieren ihren Betrieb/Meister, nur darüber, dass sie teilnehmen.

Während der Pressekonferenz gewährt Bäckermeisterin Tanja Freudenberg-Hansen einen Blick hinter die Kulissen ihres Unternehmens „Niebüller Backstube“. In dessen Zentrale und in den 18 Filialenwerden 25 junge Leute in vier Berufen ausgebildet – als Bäcker, Bäckereifachverkäufer, Koch und Kaufmann. Und noch sind zwei Ausbildungsplätze frei. Die Meisterin und Chefin – seit 20 Jahren in dem von ihren Vater aufgebauten Betrieb tätig und vor 13 Jahren Gesellschafterin geworden – ruft einmal monatlich ihre Azubis zusammen, um fachliche Themen anzusprechen, den Lehrstoff zu vertiefen und Kontakt zu halten.

Kooperationspartner der beiden KHS sind die Volks- und Raiffeisenbanken Niebüll, Sylt, Husum und Föhr-Amrum. Die von den Azubis eingereichten Nominierungen werden von einer zehnköpfigen Jury mit Vertretern der Banken, der KHS und der Beruflichen Schulen Husum und Niebüll, ausgewertet. Die Ehrung der Gewinner soll im November stattfinden.

Einsendeschluss ist der 1. Oktober. Teilnahme-Vordrucke können von der Internetadresse www.handwerknordfriesland.de heruntergeladen werden.

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