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Qualitätssiegel für Joldelunder Kindergarten : Auszeichnung zum Geburtstag

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Verbesserungen im Kindergarten werden mit einem Siegel von der Sportjugend Schleswig-Holstein belohnt. Angebote wie Psychomotorik, Wald- und Bewegungswochen steigern die Qualität im Programm.

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erstellt am 23.Sep.2014 | 11:00 Uhr

Der evangelische Kindergarten Joldelund hat sie als erstes im Kreis Nordfriesland: Die Auszeichnung zum „Anerkannten Bewegungskindergarten Schleswig-Holstein“. Nun gibt es insgesamt 17 Kindergärten landesweit, die dieses Qualitätssiegel tragen. Die Freude war dementsprechend groß, denn bei der Übergabe feierte die Einrichtung ihr 20-jähriges Bestehen mit vielen Gästen. „Die Auszeichnung bedeutet, dass das Team Bewegung als pädagogisches Angebot ernst nimmt und eine intensive, zusätzliche Qualifizierung als Grundlage dafür nutzt. Die tollen Angebote und die Leichtigkeit auf die Wünsche der Kinder einzugehen, Freiräume zu schaffen und Veränderungen mitzugestalten, ist für viele schon selbstverständlich geworden“, freute sich Matthias Hansen, Vorsitzender der Sportjugend Schleswig-Holstein, der die Auszeichnung an Beate Lucht, Leiterin des Kindergartens, übergab. Die Sportjugend SH mit ihren Partnern - Unfallkasse Nord, IBAF-Fachschule für Motopädagogik, Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und der Turnerjugend S-H - machten mit der Verleihung des Siegels deutlich, wie „wertvoll und beachtenswert die Fortentwicklung“ zu sehen sei.

„Wir bedanken uns deshalb auch für den persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen des Kindergartens, denn uns ist bewusst, dass in diese zusätzliche Ausbildung viele Stunden der Freizeit investiert werden müssen“, lobte Matthias Hansen. Das Siegel besteht drei Jahre, die Ziele für den Vergabezeitraum seien klar formuliert: Gemeinsame Aktionen und Erlebnisse sollen im Umfeld des Kindergartens ausgebaut werden. So könne das Netzwerk aus der Einrichtung, Vereinen, Schule und Eltern gestärkt werden und alle von der Bewegungsfreude profitieren. „In diesem Sinne danken wir auch dem TSV Goldebek, der die Zusammenarbeit unterstützt und den Kindern auch im Anschluss an ihre Kindergartenzeit eine tolle Bewegungswelt anbietet“, so der Vorsitzende der Sportjugend.

Gemeinsam mit Gaby Berger von der Fachschule für Motopädagogik hatte er für die Kinder ein großes Geschenk dabei, das sofort ausgepackt und bespielt wurde. Die Feierlichkeiten des 20-jährigen Bestehens starteten zuvor mit einem Gottesdienst. Darin hob Pastor Jan Petersen die Mitarbeiterinnen hervor und das Menschenbild, dass sie haben. „Unser Kindergarten ist nicht das Gebäude, sondern da ist ein Team, das nie aufhört, besser zu werden und immer gut ist. Bei einem relativ kleinen Fortbildungsetat wird eine erstaunliche Menge an qualitativ sehr guten Fortbildungen besucht“, sagte er in seiner Predigt. Er freute sich über die gute Zusammenarbeit mit Schule, Kommune, Sportvereinen, Schul- und Kindergartenförderverein und anderen Institutionen des Dorfes.

Der Kindergarten befindet sich unter der Trägerschaft der Kirchengemeinde Joldelund und wird von den Dörfern Joldelund, Goldelund, Goldebek und Kolkerheide betrieben. Zunehmend besuchen ihn auch Kinder aus der Gemeinde Högel. Die Kinderzahlen stiegen bisher kontinuierlich: Start war mit 36 Steppkes, inzwischen sind es 53 im Alter von ein bis sechs Jahren. Dank Spenden und Eigenleistung wurde 2008 ein Anbau realisiert. „Das Prinzip von Bildung durch Bewegung steht bei uns im Vordergrund. Von Anfang an haben wir Bewegungsstunden in der Sporthalle angeboten, Psychomotorik, Wald- und Bewegungswochen sowie Projekte zum Thema Zirkus, Theater und Musik“, machte Beate Lucht das vielfältige Spektrum deutlich. Die Leiterin ist wie die pädagogischen Kräfte, Birgit Fust und Elke Tobiesen, sowie die Raumpflegerin Therese Bahnsen seit dem Start 1994 dabei. Ihre Kolleginnen widmeten ihnen ein Lied, dass sie gemeinsam mit dem Pastor an der Gitarre vor der Gästeschar sangen. Integrierte Religionspädagogik, Bewegungspädagogik und – in Anlehnung an Montessori – der Leitsatz „Hilf mit, es selbst zu tun“, seien in der Joldelunder Einrichtung besonders wichtig, meinte Beate Lucht außerdem. Neben Glückwünschen, guten Worten und Geschenken gab es weitere Live-Musik, Kaffee und Kuchen und jede Menge Bewegung im Rahmen von Mitmach-Aktionen.

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