zur Navigation springen

Neues Tourismuskonzept : Ausstieg aus der Kurkarten-Regelung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tourismusausschuss St. Peter-Ording lässt die Kurkarten-Absprache mit anderen Bädern auslaufen. Zu viele eingeschweißte Karten werden vorgelegt, die nicht mehr entwertet werden können.

Die Gemeinde St. Peter-Ording wird ab 2016 nicht mehr an der Aktion der gegenseitigen Anerkennung von Kurkarten beziehungsweise Gästekarten in Schleswig-Holstein teilnehmen. Dies entschied der Tourismus-Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung nach eingehenden Beratungen. Bisher hatte der Urlaubsgast, der im Besitz einer Kurkarte aus den aufgelisteten Gemeinden war, die Möglichkeit, zum einmaligen kurabgabefreien Besuch einer anderen Tourismusgemeinde pro Aufenthalt. Darin war eingeschlossen der Strandbesuch sowie der Besuch von Veranstaltungen. Diese Regelung wurde in den vergangenen Jahren immer stärker genutzt.

Dabei wurden von der Gemeinde auch Karten akzeptiert, die laut Abkommen nicht dazugehörten. So wurden von den Gästen unter anderem auch eingeschweißte Karten vorgelegt, wodurch eine Entwertung nicht möglich war und die Karten somit auch mehrmals genutzt wurden. „Damit ist jetzt Schluss“, stellte Bürgermeister Rainer Balsmeier in der Sitzung klar. Bis Jahresende glit nun eine Übergangsregelung, bevor im kommenden Jahr die Vereinbarung komplett gestrichen wird. So werden ab sofort keine Jahresgästekarten mehr akzeptiert. Auch sogenannte „Nullbon- Gästekarten“ werden an den Übergängen nicht mehr angenommen. Das gleiche gilt für eingeschweißte Karten.

Weiter beschäftigte sich das Gremium mit dem Tourismuskonzept. „Nach fast zehn Jahren sind wir dabei, die gegenwärtigen konzeptionellen Grundlagen zu überdenken“, so der Bürgermeister. Auf den Prüfstand komme sowohl das LTO-Handlungs- und das Strandnutzungskonzept. Aber auch die Marketingpläne würden neu unter die Lupe genommen. So soll unter anderem die Definition der relevanten Zielsetzung für die touristische Entwicklung von SPO aktualisiert werden. „Das Konzept muss so umgesetzt werden, dass es praktisch anwendbar ist“, forderte Balsmeier. So werde angestrebt, das Tourismuskonzept im Rahmen der geplanten Kooperation mit der Fachhochschule Westküste in Heide (FHW) zu erstellen. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf etwa 20  000 Euro. Im Rahmen der Kooperation mit der FHW soll das Tourismuskonzept zusätzlich regelmäßig aktualisiert werden. Zu diesem Thema soll es zu gegebener Zeit eine öffentliche Veranstaltung geben. Der Strandbereich Badbrücke bis Ording soll mit W-Lan abgedeckt werden, der Auftrag dafür soll demnächst rausgehen, berichtete Balsmeier.

Der Gemeinde-Chef legte beeindruckende Zahlen vor. Nach der Modernisierung der Dünentherme seien die Besucherzahlen von 2014 bis 2015 um 22  000 gestiegen. Auch der Saunabereich werde von den Gästen verstärkt genutzt. Trotz kühlerem Wetter sei die Tageskurabgabe schon jetzt um neun Prozent gestiegen. „Mit diesen Zahlen können wie sehr zufrieden sein“, so Balsmeier.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen