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Friedrichstadt : Ausschuss hat die Krähen im Visier

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Kot der Vögel gefährdet Besucher auf dem Spielplatz Stadtfeld und am ADS-Kindergarten Großer Garten

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 08:49 Uhr

Friedrichstadt | Zufrieden können die Friedrichstädter Eltern und natürlich die Kinder sein, denn einmal im Jahr besuchen die Lokalpolitiker, besser die Mitglieder des Ausschusses Schule, Jugend, Sport und Soziales alle Spielplätze der Stadt, um mögliche Mängel festzustellen. Doch diesmal war das Fazit der abendlichen Rundtour bei Regen durchweg positiv. Lediglich beim Platz auf dem Stadtfeld könnte ein Rutsche Probleme bereiten, wenn sie der TÜV-Prüfer begutachtet, doch sollte dies der Fall sein, haben die Eltern bereits 400 Euro gesammelt, um einen Zuschuss für ein Ersatzgerät zu leisten.

Die um diesen Platz stehenden Bäume, mitten in der Stadt, wurde mittlerweile auch von den Krähen entdeckt. Über dem Spielplatz haben sie diverse Nester gebaut. Ein Problem, denn der scharfe Krähenkot verschmutzt das Areal und kann Kinder gefährden. Ernst Otto Huß, Umwelt-Ausschuss-Vorsitzender, schlug denn auch sogleich vor: "Die drei Bäume im Süden sind nicht so wertvoll, die sägen wir ab, die Linden im Norden werden gekappt." So schnell mochten die anderen Spielplatzbesichtiger aber nicht agieren. Es soll zumindest ein vernünftiges Konzept erarbeitet und mit der Naturschutzbehörde gesprochen werden. Das Problem Krähenkot stellt sich nämlich auch beim ADS-Kindergarten Großer Garten. Dort sind die draußen spielenden Kinder ebenfalls durch die ätzenden Krähen-Hinterlassenschaften gefährdet. Nun will man verstärkt nach einer Lösung suchen.

Auch das Volleyballfeld im Großen Garten kann wegen der vielen Krähen und dem herunterfallenden Totholz kaum genutzt werden. Es soll nun umgelegt werden. Die Kosten dürften gering sein, denn dabei handelt es sich nicht um ein den internationalen Normen entsprechendes Spielfeld, sondern es soll lediglich den Kindern diesen Sport ermöglichen.

Ärger im Ausschuss über den Sportverein Blau Weiß. Auf dem Sportplatz an der Schule sollten laut Absprache im Herbst die überdachten Trainerhütten von der Laufbahn entfernt werden. Doch ohne Rücksprache mit der Schule wurden dort dieser Tage einfach Zaunelemente aus Metall herausgesägt und die Hütten umgesetzt. Da diese Arbeiten im Vorwege nicht abgesprochen waren, empörte sich die Schulleitung.

Der Badestrand an der Treene befindet sich in einem guten Zustand. Doch es gibt ein Problem. Bislang fand sich im Sommer immer ein freiwilliger DLRG-Vertreter, so dass der Strand als bewacht eingestuft werden konnte. In diesem Jahr allerdings hat der Rettungsschwimmer aus Altersgründen abgesagt, Ersatz gibt es nicht, so dass nun Schilder "unbewachter Badestrand" aufgestellt werden müssen.

Sorgen bereitet die Schulsozialarbeit. Lediglich eine Kraft ist dafür zehn Stunden an der Gemeinschafts- und zehn Stunden an der Grundschule tätig. Die Stundenzahl soll erhöht werden, doch fehlt dafür das Geld. Der Schulverband Friedrichstadt (Grundschule) klagt gegenwärtig gegen den Kreis auf Übernahme der Kosten. Die Verhandlung soll im Juni geführt werden. Notfalls, so der Ausschuss, müssten kurzfristig Gespräche geführt werden, damit die Schulsozialarbeit ausgebaut und finanziell gesichert werden könne. An der Notwendigkeit dieser Arbeit gab es keinerlei Zweifel.

Die Bauarbeiten für die Kinderkrippe gehen voran. Schul-, Jugend- und Sozial-Ausschuss-Chef Günther Tietgen zeigte sich optimistisch, dass bereits zum 1. September der Betrieb aufgenommen werden kann. Nicht ganz so zuversichtlich stellte eine Vertreterin des ADS-Kindergartens die Lage da, es könne auch ein wenig später werden, hieß es.

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