Denkmalgeschützte Grüne Oase : Ausgezeichnetes Arboretum: Gewinn für Husum

Das Arboretum Boysen  hat jetzt auch seine Denkmal-Plakette erhalten. Christian Czock, Sven Börst und Dr. Ing. Margita Meyer (v. l.) freuen sich.
Das Arboretum Boysen hat jetzt auch seine Denkmal-Plakette erhalten. Christian Czock, Sven Börst und Dr. Ing. Margita Meyer (v. l.) freuen sich.

Das Husumer Baumschulgelände an der Schleswiger Chaussee ist seit Jahrzehnten ein Refugium für Baumarten aus aller Welt.

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26. Mai 2019, 13:02 Uhr

Husum | „In Anerkennung seiner Leistungen für den Denkmalschutz und die Bewahrung des kulturellen Erbes in Schleswig-Holstein . . .“, heißt es auf der Urkunde, die Sven Börst, Inhaber der Husumer Baumschule in der Schleswiger-Chaussee von Dr. Ing. Margita Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege in Kiel überreicht bekam.

Das besagte, unter Denkmalschutz stehende Areal umfasst gut 0,6 Hektar und wurde von Wilhelm Boysen angelegt. Meyer zeigte sich beeindruckt von der Artenvielfalt: „Die außerordentliche Gehölzsammlung dieses Arboretums sucht die landesweit ihresgleichen.“

Für Husum ist dieses Gelände ein großer Gewinn. Christian Czock, stellvertretender Bürgermeister
 

Vor drei Jahren sei sie auf dieses Kleinod gestoßen, erklärte der Gast aus Kiel. Inzwischen ist dieser Park, den Boysen als seinen persönlichen Wohnsitz errichtet hatte, unter Denkmalschutz gestellt. Christian Czock, stellvertretender Bürgermeister schloss sich seiner Vorrednerin an. „Für Husum ist dieses Gelände ein großer Gewinn.“

Ein Mann und  sein Hobby

Vor gut 120 Jahren gründete Boysen in der Berliner Straße seine Baumschule, siedelte dann aber 1932 in die Schleswiger-Chaussee um, wo er – außerhalb Husums – fast 1,5 Hektar Wiese erwarb und seinem Hobby nachging. Das bestand darin, den Park mit seltenen Gehölzen anzureichern, die er von seinen Reisen um die ganze Welt mitgebracht hatte – darunter die Persische Eiche und der Blasenbaum, der zu den wenigen gelbblühenden Bäumen zählt.

Baumschule statt Baugebiet

Ferner bekommen Park-Besucher die Beatle- und die Lucombe-Eiche, aber auch den amerikanischen Amberbaum sowie den japanischen Wildapfel zu sehen. Boysen vermachte das gesamte Gelände später einer Stiftung. „Sein Ansinnen war es, dass die Baumschule erhalten bleibe und nicht zu einem Baugebiet umgewandelt wird“, so dessen heutiger Inhaber Börst.

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