Husum : Ausgezeichnete Landschaftsgärtner

Merlin Schmidt (l.) und Tim Andersen.
Merlin Schmidt (l.) und Tim Andersen.

Beim Berufswettkampf landet der Husumer Azubi Merlin Schmidt auf dem ersten Platz.

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19. Juni 2018, 10:08 Uhr

Der beste Nachwuchs-Landschaftsgärtner Schleswig-Holsteins kommen aus Husum: Beim Berufswettkampf „Landschaftsgärtner-Cup Nord “ im Hamburger Tierpark Hagenbeck sind die talentiertesten Landschaftsgärtner-Azubis aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gegeneinander angetreten und haben jeweils ihren Landesmeister gekürt.

Am Ende der beiden Wettkampftage stand fest: Merlin Schmidt, Auszubildender im dritten Lehrjahr im Husumer Garten- und Landschaftsbaubetrieb GartenSchön Knut Hansen, und Tim Andresen, Auszubildender beim Fachbetrieb Hartmut Schmidt in Hüsby, haben sich gegen die starke Landeskonkurrenz durchgesetzt und durften den begehrten Titel „Landesmeister 2018“ nach Hause tragen.

Größte Herausforderung des diesjährigen Landschaftsgärtner-Cups war eindeutig die Bauaufgabe: Innerhalb von sechs Stunden mussten die 20 teilnehmenden Teams nach festgelegtem Plan einen 16 Quadratmeter großen Beach-Club bauen – inklusive einer Bar aus Europaletten, Barhockern aus Baumstämmen, Bodenbelägen aus Betonplatten in Holzoptik und Natursteinplatten sowie einer mediterranen Bepflanzung.

In der Auswertung aller Stationen erhielt das Zweierteam aus Husum und Hüsby, das sich aus der Berufsschule kennt, auf schleswig-holsteinischer Landesebene die höchste Gesamtpunktzahl. Darüber hinaus freuten sich die beiden über den zweiten Platz in der länderübergreifenden Gesamtwertung. Besonders punkten konnten die gärtnerischen Nachwuchstalente beim Bau ihres Beach-Clubs, dem sie den klangvollen Namen „Nordcup Beachbar“ gaben.

Dass sie die Bauaufgabe vorher in Teilen geübt und in der Berufsschule bereits oft zusammen gearbeitet hatten, erwies sich als Vorteil: „Bei den Lehrgängen in der Überbetrieblichen Ausbildung arbeiten wir immer im Team, und auf den Cup haben wir uns in einer Probebaustelle vorbereitet. Hier haben wir Elemente wie das gebrochene Natursteinpflaster und die Bar aus Paletten geübt und die Arbeiten vorab verteilt. Das hat im Nachhinein viel Zeit gespart“, berichtete Merlin Schmidt. Auch bei den fünf Themenstationen ergänzten sich die Teamkollegen optimal: „Mein Steckenpferd ist die Pflanzenbestimmung. Das ist nicht so Merlins Ding. Er ist dafür zum Beispiel sehr gut in der Vermessung“, berichtete Tim Andresen.

Die frisch gebackenen Landemeister haben am 19. Juni ihre Abschlussprüfung. Beide möchten danach zunächst weiter in ihren Betrieben arbeiten und später eine Weiterbildung zum Meister beziehungsweise Techniker machen. Der Beruf des Landschaftsgärtners ist für sie eine Berufung: „Der Job ist so unglaublich vielfältig, dass man nahezu nie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das Gleiche macht. Und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind ebenfalls gut“, sagt Merlin Schmidt.

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