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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2017 | 11:02 Uhr

Haushalt Tetenbüll : Ausgeglichener Haushalt

vom

Einstimmig segnete Tetenbülls Gemeinderat den Haushalt für 2009 ab. Darin wurde unter anderem Geld für den Wiederaufbau des vor knapp zwei Jahren abgebrannten Imbisses eingestellt.

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erstellt am 15.Jan.2009 | 07:41 Uhr

Tetenbüll | Gut gewirtschaftet hat die Gemeinde Tetenbüll im Jahr 2007. Es blieb am Ende ein Überschuss. Der Vorsitzende des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung, Ralf Sünkens (Bündnis 90/Grüne), stellte das Zahlenwerk in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter vor. Es schließt ab mit einem Plus von 193.240 Euro. "So konnten der Rücklage statt der geplanten Entnahme von 66.100 Euro nunmehr 193.240 Euro zugeführt werden, so dass die Rücklage einen Bestand von knapp 538.000 Euro hat", verkündete Sünkens. Die Schulden bezifferte er zum 31. Dezember 2007 auf rund 304.500 Euro. Die Gemeindevertretung nahm die Jahresrechnung zur Kenntnis.

"Was wollen und was können wir in Tetenbüll umsetzen?" Mit dieser Frage stellte Bürgermeister Henning Möller (CDU) den Haushaltsentwurf 2009 für die flächenmäßig starke, aber einwohnermäßig schwache Gemeinde vor - mit 618 Einwohnern ist zurzeit der niedrigste Wert erreicht. Er zeigte sich aber grundsätzlich zuversichtlich, denn ein Nachtragshaushalt sei nicht zu erwarten.
Zu den Sonderlasten zählen die Unterhaltung des ausgedehnten Wirtschaftswegenetzes sowie die Ausgaben für die Freiwillige Feuerwehr, die auch für Katharinenheerd den Brandschutz übernimmt. "In diesem Zusammenhang sind die Kosten für Hydrantenunterhaltung und Führerscheine zu nennen, die um 4500 Euro steigen", erklärte Hannelore Borchers von der Amtsverwaltung.
Aufwand für Schulen stieg um 11.000 Euro

Als weitere Abweichungen im Verwaltungshaushalt nannte sie die Schulkostenbeiträge für Gymnasien von 26.000 Euro, die nun die Gemeinde und nicht mehr der Schulverband trägt. Insgesamt erhöhe sich der Aufwand für Schulen um knapp 11.000 Euro auf 99.000 Euro.
Für die bereits erstellten B- und F-Pläne für das Imbissgebäude am Everschopsiel zahlt die Gemeinde. Ferner stehen die Sanierung der Brücken mit 11 .000 Euro, namentlich im Spülkoog, auf dem Programm sowie die Erstellung des Kanalkatasters mit 20.000 Euro. Bezüglich des Katasters regte Amtsdirektor Herbert Lorenzen an, eventuell mit mehreren Gemeinden gemeinsam auszuschreiben, um günstigere Preise zu erzielen. "Nach Aufrechnung des Verwaltungshaushalts ergibt sich ein Überschuss von 3900 Euro, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird", resümierte Hannelore Borchers.
Gemeinde muss an Kirche zurückzahlen

Im Vermögenshaushalt stehen 5000 Euro für die Anschaffung von Atemschutzgeräten für die Freiwillige Feuerwehr bereit, 170.000 Euro für den Wiederaufbau des abgebrannten Imbissgebäudes am Everschopsiel und 10.000 Euro für die Sanierung von Haus Peters. "Die Sanierungsarbeiten für die Kirche St. Anna werden seit 2008 nicht mehr über die Gemeinde abgerechnet. Aber die Gemeinde hatte von der Kirche Finanzmittel erhalten, die sie nun zurückerstatten muss. Diese 134.400 Euro werden der Rücklage entnommen", erläuterte Borchers den Sachverhalt. Der Fehlbedarf von 210.500 Euro kann ebenfalls der Rücklage entnommen werden.

Die Gemeindevertreter sprachen sich einstimmig für den Haushalt 2009 und das Investitionsprogramm aus.

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