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Attraktiver für Tourismus : Ausbau der Deichpromenade

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Land fördert die Neugestaltung der Deichpromenade auf Nordstrand mit rund 262.000 Euro. Bis Ende August 2015 entstehen unter anderem zehn Aufenthaltsbereiche mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten und Infotafeln.

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erstellt am 22.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Für die Neugestaltung und Attraktivität der Deichpromenade auf Nordstrand erhält die nordfriesische Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 262.228 Euro. Den Bescheid über die finanzielle Zuwendung für das insgesamt 441.000 Euro teure Projekt überreichte Tourismusminister Reinhard Meyer an den Nordstrander Bürgermeister Werner-Peter Paulsen. „Mit den seit November 2013 laufenden Baumaßnahmen wird nicht nur das touristische Ambiente gestärkt, sondern wir schaffen auch die Möglichkeit, auf künftige Veränderungen des Meeresspiegels besser reagieren zu können“, sagte Meyer. Im Rahmen der Deichverstärkung auf Nordstrand zwischen dem Hafen Strucklahnungshörn und dem Ortsteil Norderhafen wird die Deichkrone auf fünf Meter verbreitert. Daher bot sich nach den Worten von Meyer erstmals die Möglichkeit, zeitgleich die Deichpromenade auch touristisch aufzuwerten. Auf rund 2,3 Kilometern erfolge nun ein konsequent barrierefreier Ausbau.

Bis Ende August 2015 entstehen entlang der Promenade unter anderem zehn Aufenthaltsbereiche, die mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten und Infotafeln zum Küstenraum und zum Wattenmeer ausgestattet werden. Die Gestaltung der Infotafeln erfolgt in Blindenschrift und auch die Promenade wird mit einem blindengerechtem Leitsystem ausgestattet.

Wie der Minister weiter sagte, wurde in einem aufwändigen Beteiligungsprozess im Rahmen des Modellprojekts „Lust op dat Meer“ die Deichgestaltung zusammen mit den Gewerbetreibenden und den Einwohnern entwickelt. Durch die breite Beteiligung und Information in den Workshops konnten auf diese Weise manche Bedenken der Insulaner ausgeräumt werden. So werde die Baumaßnahme mittlerweile auch als Chance gesehen, den Tourismus auf der Insel voranzubringen. Meyer: „Denn rund 80 Prozent der vorhandenen Gastronomie und Ausflugsschifffart leben von diesem Segment. Allein die Aussicht auf die Attraktivierung des erneuerten Deiches führte bereits im Jahr 2013 zur Eröffnung eines neuen Hotels.“

Als erster Deich in Schleswig-Holstein erhält der Landesschutzdeich „Alter Koog“ das sogenannte Klimaprofil. Durch eine flachere Außenböschung und eine verbreiterte Deichkrone wird eine Baureserve geschaffen. So können kommende Generationen – sollte der Meeresspiegel stärker ansteigen, als bislang angenommen – ohne großen Aufwand und geringen Kosten, dem Deich zur Erhöhung eine sogenannte Kappe aufsetzen.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 bis 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Millionen Euro.

Informationen unter www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de


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