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Besuch aus Polen : Aus Fremden wurden schnell Freunde

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zwölf Jugendliche aus dem polnischen Partnerkreis Hajnovka besuchten Hattstedt. Sprachbarrieren wurden von den jungen Leuten mit „Händen und Füßen“ beseitigt. Ein buntes Programm sorgte für viel Abwechslung.

Sie kennen weder Sprachbarrieren noch Berührungsängste. Zwölf Jugendliche aus Polen werden freundlich von ihren Altersgenossen im OK-Jugendtreff Hattstedt begrüßt. Zum ersten Mal sind Schüler aus der Partnerstadt auf Einladung des Fördervereins „Freunde für Hajnowka“ angereist. Anlass ist die zehnjährige Partnerschaft des früheren Amtes Hattstedt mit dem Kreis Hajnowka. Die hatte nach der Ämter-Neuordnung das Amt Nordsee-Treene übernommen.

„Jugendaustausch ist wichtig“, unterstreicht Jörgen Bruhn, Vorsitzender des Fördervereins OK-Treff Hattstedt. Für ihn und sein Team war es selbstverständlich, die Tage der Begegnung zu unterstützen. Während Helfer mit der Leiterin Beate Jensen-Holthusen ein Willkommens-Buffet aufbauen und die Tische eindecken, haben die Jugendlichen schon längst Kontakte geknüpft. Außer den Betreuerinnen sprechen nur zwei aus der Gruppe deutsch. Aber man weiß sich zu helfen, redet mit Händen und Füßen. Billardtisch und Tischfußball genießen besondere Anziehungskraft. Schnell haben sich zwei gemischte Teams zum Match zusammengefunden. Andere ziehen sich zurück in die Kuschelecke und relaxen nach der 19-stündigen Bus-Fahrt.

Hattstedts Bürgermeister und Amtsvorsteher Ralf Heßmann begrüßt die muntere Schar. Schulverbands-Vorsteherin Christel Schmidt und der Partnerschaftsbeauftragte des Amtes, Manfred Gregersen, mischen sich ebenfalls unters Volk. Von den Möglichkeiten des OK-Treffs sind Walentyna Gorbacz, Dolmetscherin und Mitarbeiterin beim Kreis Hajnowka, sowie Deutschlehrerin Sniezyna Plis begeistert. Offene Jugendarbeit kennt man bei ihnen zuhause nicht. Und somit auch nicht die Chance, Kinder und Jugendliche nach Bedarf zu fördern und bei Problemen zu unterstützen. Bei uns gibt es keine Jugendtreffs. Schülerin Sonja Mosiej erzählt: „Der Unterricht dauert meistens bis 16 Uhr. Gegessen wird in der Mensa.“

„Ich bin dankbar für die Gastfreundschaft“, sagt Geschichtslehrer Jerzy Nesteruk. Er freut sich auf weitere Begegnungen. Viel zu schnell vergeht der Kennenlern-Abend. Auf geht es in die Privatquartiere, eine Mütze Schlaf nachholen und erste Eindrücke verarbeiten. Schließlich folgen weitere vier spannende Tage mit Programm. Dazu gehören Besuche des Hermann-Tast-Gymnasiums in Husum und der Herrendeichschule Nordstrand, eine Führung durch das Multimar-Wattforum, eine Grachtenfahrt in Friedrichstadt und ein Stadtbummel in Husum, aber auch Grillen in Rantrum mit Bürgermeister Horst Feddersen, Relaxen am Strand von St. Peter-Ording und eine Wattwanderung nach Oland. Über die Deichverstärkung auf Nordstrand informiert Bürgermeister Werner-Peter Paulsen.

„Was Besseres kann uns allen nicht passieren, als die Menschen im Partner-Dorf Hattstedt und Kultur in Nordfriesland zu erleben“, sind sich die Betreuer am Ende einig. Als vollen Erfolg werten sowohl die Vereins-Chefs, als auch die Schulverbands-Vorsteherin, die Woche der Begegnung.








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erstellt am 16.Sep.2013 | 17:00 Uhr

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