Dank exklusiver VIP-Tickets : Auf Tuchfühlung mit BossHoss und Santiano

Kommen weit in der Welt herum und legen im Sommer einen Stopp in Husum ein: The BossHoss, die Country-Rocker von der Spree.
Kommen weit in der Welt herum und legen im Sommer einen Stopp in Husum ein: The BossHoss, die Country-Rocker von der Spree.

Mehr geht nicht: Beim zweitägigen Open-Air-Festival auf dem Gelände des Nordsee-Congress-Centrums in Husum kann man den Musikstars am 19. und 20. Juli ganz nah sein – mit exklusiven VIP-Tickets.

shz.de von
20. Februar 2014, 12:00 Uhr

Das erste „Husum OpenAir“ am dritten Juli-Wochenende zieht Tausende von Livemusik-Fans in seinen Bann. Kein Wunder, bei diesem Programm: Schließlich sorgt der Auftritt der Berliner Outlaw-Rocker von The BossHoss am Sonntag, 20. Juli, beileibe nicht für den einzigen Höhepunkt im Rahmen des „sh:z-Event-Sommers 2014“. Am Sonnabend, 19. Juli, geben nämlich auch noch die angesagten Durchstarter von Santiano ihre Visitenkarte auf dem Gelände des Nordsee-Congress-Centrums ab. Und im Fahrwasser der Shanty-Rocker tummeln sich weitere illustre Namen: Oonagh, Wingenfelder, Haudegen und Björn Paulsen. Die Konzerte beginnen an beiden Tagen um 17 Uhr (Einlass ab 16 Uhr).

Für Fans, die The BossHoss oder Santiano und ihren jeweiligen Gästen besonders nah sein wollen, gibt es jetzt eine begrenzte Anzahl von VIP-Tagestickets. Zum Preis von 175 Euro wurde ein exklusives Paket geschnürt – mit Eintrittskarte, Parkplatz, Zugang zum VIP-Bereich linksseits der Bühne, zeltüberdachtem Podest-Stehplatz und separatem WC-Bereich. Dazu gibt es Bier, Wein, alkoholfreie Getränke und erlesene Speisen: verschiedene Salate, Nacken-, Puten- und Schweinesteaks mit Kartoffelgratin, Kartoffel-Gemüsegratin sowie zwei Creme-Desserts. Abgerundet wird das Ganze durch die Tageszeitung unseres Verlages und jeweilige Fanpackets – bestehend aus T-Shirt und Poster sowie Kalender (bei The BossHoss) und Seesack (Santiano). Natürlich dürfen auch die Autogramme der Musiker nicht fehlen.

Die VIP-Tickets sind in allen Ticket-Centern des sh:z erhältlich. Dort gibt es auch Eintrittskarten zum Preis von 46 Euro (für den 19. Juli) und 44 Euro (20. Juli). Kombi-Tickets für beide Tage sind nicht verfügbar.

 

Von viel zu jungen Hunden und alten Säcken, die so richtig abgehen
 

Für Björn Both (Jahrgang 1965) ist der Auftritt mit Santiano beim Open Air etwas Besonderes: Er kommt aus Husum. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Heimspiel. Das – und noch mehr – verriet uns Both im Gespräch.

Was ist das Erfolgsrezept von Santiano?

Da haben sich schon so viele Leute den Schädel drüber zerbrochen. Fakt ist, dass nie jemand auf diese Idee gekommen wäre, wenn das Ziel hieße, ein Musikprojekt ins Leben zu rufen, das so komplett alles auf den Kopf stellt und genre- und generationsübergreifend die Menschen erreicht. Sicherlich wäre dabei keine Band herausgekommen, die mit Shanty-Rock, derbem Irish-Folk, nordischen Geschichten und Spökenkiekerei so durch alle Decken geht – und schon gar nicht mit alten Säcken wie uns.

Mit Santiano haben Sie geschafft, was Ihnen mit den Late September Dogs – obgleich von Kritikern hochgelobt – nicht gelungen ist. Was macht den Unterschied?

Sehr viel. Mal abgesehen davon, dass wir bei den Dogs damals viel zu jung und auch irgendwie zu dämlich waren, um das Ganze auf stabile Beine zu stellen. Wir haben damals einfach abgefackelt was irgend ging.1000 Konzerte, jedes Jahr eine Platte – aber es ging nicht wirklich weiter, wir traten auf der Stelle. Doch ich möchte keine Sekunde missen – wir haben viel gelernt aus dieser Zeit. Aber das erfolgsmäßige Stagnieren hat uns sehr viel Kraft gekostet, wir kriegten es damals – auch durch eigene Fehler – einfach nicht so etabliert, wie wir es alle irgendwann mal gebraucht hätten. Das zermürbt auf Dauer die besten Kumpels, die beste Band. In der Nachbetrachtung ist LSD immer noch das Tollste, was ich je gemacht habe.

Nun geht’s auch noch nach Wacken und zum Eurovision Song Contest. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Wir sind seit zwei Jahren umzingelt von Leuten, die Prognosen raushauen und warnen. Bedenkenträger aller Orten fühlen sich berufen, hier und da was zu Santiano und was sie tun oder lieber nicht tun sollten zu sagen – wir beobachten das amüsiert. In Wacken sind wir ja mittlerweile festes Mobiliar. Das macht uns keine Angst – und einzuschätzen gibt es da gar nichts.

Kurz bevor es mit Santiano losging, haben Sie Ihr erstes Solo-Album vorgelegt. Bleibt neben der Tour und dem Rummel überhaupt noch Zeit für Sangit?

Einer der Punkte, die ich manchmal nur schwer verknust kriege. Es bleibt schon zurzeit etwas auf der Strecke. Doch ich muss lernen, die Dinge zur rechten Zeit zu tun. Jetzt ist leider kein Platz – nicht im Terminkalender und auch nicht im Kopf. Aber es wird auch wieder andere Zeiten geben. Und vieles von dem, was ich zurzeit schreibe, ist auch für „danach“.

Erwartet das Publikum in Husum etwas Spezielles? Oder ist Santiano alleine schon Show genug?

Wir eröffnen ja immer eine ganze Erlebniswelt, die wir recht konsequent auf der Bühne durchziehen. Auf Tournee mit unserer kompletten Bühne kommt das natürlich nochmal wuchtiger rüber – wie viel wir davon mit auf die Sommerkonzerte nehmen können, ist noch fraglich. Sicherlich werden wir optisch ein wenig abspecken. Aber musikalisch keinesfalls. Wir freuen uns auf Husum. Zack Ahoi!

Interview: Rüdiger Otto von Brocken

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