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Sperrung in Breklum : Auf Irrwegen in die Kirchenstraße

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Anlieger beklagen die immer wieder unangekündigten Sperrungen in Breklum. Ab November soll asphaltiert werden.

von
erstellt am 26.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Derzeit mit dem Navi durch Breklum zu fahren ist schwierig, räumt Bürgermeister Heinrich Bahnsen ein. Die Kirchenstraße ist vom Osterbach im Osten bis hin zum Eikammsweg an der Eisenbahnbrücke im Westen eine einzige Baustelle. Hier sind oder werden die Rohre für die Nahwärmeversorgung gelegt, im Osten laufen seit einiger Zeit zudem die Sanierungsarbeiten der Straße in Richtung Westen. An der Eisenbahnbrücke zwischen Christian-Jensen-Kolleg und dem Lutherhof liegt die Bücherstube. Und die ist zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Für Pächterin Christine Schäffer, sie betreibt das Geschäft seit 2005 selbstständig, ein existenzgefährdender Zustand, wie sie beschreibt. Denn seit Pfingsten sei im Zuge der Rohrverlegung für die Nahwärme die Kirchenstraße immer wieder – häufig ohne ersichtlichen Grund – für mehrere Tage gesperrt worden. Ohne vorherige Ankündigung.

Das Problem: Zu ihr kommen die Kunden aus der Umgebung, aber auch von weit her. Das liegt zum einen an ihrem Sortiment christlicher Literatur. Zum anderen betreibt sie mit drei Kolleginnen eine stark frequentierte Poststelle. Wenn aber, wie immer wieder geschehen, die Kirchenstraße in östlicher Richtung ab der Eisenbahnbrücke oder gar ab der Zufahrt von der B5 gesperrt ist, haben Lkw der Post (täglich um 14 Uhr) und der Lieferanten (fünf Mal pro Woche um fünf Uhr) keine Chance, bis an die Bücherstube heranzufahren und hier ihre schwere Fracht zu ent- oder verladen. Gleiches gilt besonders für ältere Postkunden, die Paketsendungen dabei haben und gerne kurz in der Parkbucht, die sich zwischen Bücherstube und dem Lutherhof befindet, halten.

Am 6. November beginnt in der Bücherstube das Weihnachtsgeschäft. Sorgen macht sich Christine Schäffer, wenn dann die Kirchenstraße, wie von Bürgermeister Heinrich Bahnsen bestätigt, im Zuge der verzögerten Straßensanierung für die Asphaltierung hier erneut für eine Woche bis zur Eisenbahnbrücke gesperrt wird. Diese Arbeiten stehen zwischen Mitte bis Ende November an. Abends und am Wochenende soll eine Durchfahrt möglich sein, doch davon haben die Lieferanten nichts. Für Kunden gibt es Alternativen, zumindest in Richtung Kirchenstraße und zum Christian-Jensen-Kolleg zu gelangen. Freigegeben wurden in beide Richtungen der Brackerweg, die alte Dorfstraße und der Bachweg – allesamt von der Drelsdorfer Straße aus erreichbar. Hier stehen zumindest Hinweisschilder, wie man zum Parkplatz des Jensen-Kolleg kommt. Doch diese Wege sind eng – und helfen, wenn die Kirchenstraße gesperrt ist, den Zulieferern und der Post wenig. Denn von der derzeit aufgeweichten Parkfläche aus ist ein Transport der Ware zur Bücherstube nicht möglich. Nicht ortskundige Kunden finden den Laden, weil nicht ausgeschildert, gar nicht. „Und wer uns nicht findet, kehrt nach dem zweiten Mal Verfahren wieder um und fährt nach Bredstedt“, sagt Christine Schäffer. Sie hat ein Schild für ihre Kunden angefertigt, damit sie den Weg zu ihr finden. Bürgermeister Heinrich Bahnsen versprach, es in Höhe des Bachweges in der Drelsdorfer Straße sichtbar anzuhängen.

Eigentlich sei es Aufgabe der Unternehmen, Anlieger über Sperrungen rechtzeitig zu informieren, sagt Heinrich Bahnsen. „Das ist aus Sicht der Gemeinde nicht gut gelaufen. Wir werden die Firma noch einmal an ihre Informationspflicht erinnern.“

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