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Husumer Nachrichten

13. Dezember 2017 | 16:25 Uhr

Auf der Suche nach Schulmittag-Lieferanten

vom

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Mildstedt | Ausschuss-Sitzungen stehen hoch im Kurs - zumindest in Mildstedt, denn der Saal im Amtshaus war bei der Zusammenkunft des Schulausschusses voll. Zuerst einmal ging es um das Mittagessen für die Schulkinder - oder besser darum, dass diese zur Zeit keines bekommen. "Der bisherige Lieferant, die Awo, hat den Vertrag gekündigt", berichtete der Vorsitzende Karl-Heinz Tieves (AWM). Nach kurzfristig aufgenommenen Gesprächen hätte der Mildstedter Kirchspielskrug ein Mittagessen zum Preis von 4,80 Euro avisiert - Vor- oder Nachspeise ebenso inbegriffen wie die Lieferung und Auslieferung. Eine Haselunder Gesellschaft, die bereits die Viöler Schule beliefere, habe ein Mittagessen für 4,20 Euro angeboten. Nachfrage vom Schulfördervereins-Vorsitzenden Thomas Clausen: "Liegen überhaupt nur diese beiden Angebote vor?" Tieves bestätigte dies. Günter Jacobsen (FDP), selbst Pädagoge an der Husumer Ferdinand-Tönnies-Schule, berichtete, dass an seiner Einrichtung das Mittagessen lediglich 2,50 Euro koste, Lieferant sei das Theodor-Schäfer-Berufbildungswerk Husum (TSBW). Das TSBW habe einen Preis von 4,20 Euro genannt berichtete der Schulleiter. Er habe daraufhin abgesagt, "denn die Essen in der Umgebung kosten zwischen 2,50 und 3,40 Euro." Peter Henkens (SPD) ebenfalls Pädagoge an einer Schule: "Wir werden um die ehrenamtliche Mitarbeit der Eltern nicht herumkommen." Bürgermeister Bernd Heiber (SPD): "Wir müssen eine Kraft einstellen." Tieves schlug vor, dass Heiber im Wege der Eilentscheidung handelt. Er soll weitere Angebote einholen, über Preise verhandeln und dafür sorgen, dass eine Kraft eingestellt wird.

Das nächste Thema, Bau und Entwicklung einer Mensa, brenne vielen unter den Nägeln, sagte Tieves. Der Planer habe mit 2500 Euro pro Quadratmeter der rund 400 Quadratmeter großen Mensa kalkuliert. Als Offene Ganztagsschule müsse es eine Mensa geben. "Es besteht die Pflicht, eine Mensa zu bauen. Eine neue Sporthalle ist dagegen ein Wunsch." Kritik vom TSV-Vorsitzenden Uwe Steffensen, den die Kostenschätzung von vier Millionen Euro irritieren. Da die vorhandenen Anlagen vermehrt nachmittags auch von der Schule genutzt werden, bestehe Bedarf, "denn Sport nach 22 Uhr läuft nicht".

Halle kostet 2,8 Millionen Euro


Heiber erläuterte, dass auch eine große Halle nur 2,8 Millionen Euro kosten würde, der Rest sei Ausstattung. Schulleiter Stefan Knoll machte deutlich: "Wir brauchen eine Veranstaltungshalle, wir haben keine Aula." Beschlossen: Die Planungsarbeiten werden aufgenommen, der Finanzausschuss berät über die finanzielle Seite, und vom zuständigen Ministerium soll Beratungshilfe angefordert werden.

Der Gemeinde-Chef berichtete abschließend über die Baumaßnahmen am Schulgebäude: "Geräteschuppen und Fahrradständer sind für 120 000 Euro gebaut, der Ausbau im Gebäude kostete 260 000 Euro. Hinzu kommen noch einmal 100 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen." Eingeschult wurden 36 Erstklässler und 76 Fünftklässler. Derzeit wird die Gemeinschaftsschule von 700 Schülern besucht, es unterrichten 54 Lehrer. Die angeschlossene Grundschule Horstedt zählt 60 Schulkinder, dort unterrichten fünf Lehrer.

Die Schulsozialarbeiterin Sünje Brodersen (21 Wochenstunden) sei an ihrer Belastungsgrenze angelangt, da die Erzieherin nachmittags auch noch hauptamtlich im Jugendzentrum arbeite, teilte der Vorsitzende weiter mit. Die Angelegenheit Schulsozialarbeit soll in der nächsten Gemeindevertreter-Sitzung Ende des Monats erörtert werden.

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