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Wachstumsstrategie Husum-Tourismus 2025 : Auf der Suche nach Fördertöpfen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bürgermeister Uwe Schmitz will die von Kiel geforderte Bildung einer lokalen Tourismus-Organisation mit Schwung vorantreiben – das ist Voraussetzung für Geld vom Land.

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erstellt am 23.Mai.2016 | 15:00 Uhr

Der Bürgermeister will Tempo machen in Sachen Wachstumsstrategie Husum-Tourismus 2025 – nicht zuletzt, weil schon Druck von Seiten der Landesregierung kommt. Mit dem als externen Berater engagierten Kai Ziesemer vom Kieler Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa war Uwe Schmitz zur Besprechung mit der zuständigen Referentin im Wirtschaftsministerium. „Und die will jetzt ,Butter bei die Fische‘ sehen: Das hier Ernst gemacht wird mit der Bildung einer lokalen Tourismus-Organisation, sonst sind Förderungen in Gefahr.“

Das wäre fatal, denn an anderer Stelle haben sich Husumer Vorhaben nicht so entwickelt wie gehofft und geplant: „Die Bewerbung für Mittel aus dem EU-Programm zur Integrierten Territorialen Investition (ITI) konnten wir nicht aufrechterhalten: Die Förderdachbedingungen werden leider nicht mehr erfüllt“, so Schmitz. Konkret ist ein Erneuerbare-Energien-Projekt im nördlichen Kreisgebiet weggebrochen, das Teil des aus mehreren Komponenten bestehenden ITI-Beitrags war – und damit sind die Projekte der Storm-Stadt ebenfalls raus aus dem Wettbewerb. „Aber wir dürfen die Fördermittel behalten, die bis zu unserem Ausscheiden geflossen sind.“

Im Ministerium hätten er und Ziesemer schon beklagt, dass die „ganze Sache unglücklich gelaufen“ sei. „Im Anschluss haben wir aber die unter dem ITI-Dach geplanten Projekte wie den Ort für den Küstenschutz, der beim Nordsee-Museum angesiedelt werden soll, oder den Küstenschutzlehrpfad mit Stationen am Deich vorgestellt und sind damit auf fruchtbaren Boden gestoßen, was mögliche andere Fördertöpfe angeht.“

Sehr am Herzen liegt Schmitz auch das ursprünglich ebenfalls unter dem ITI-Dach geplante Projekt Naturerlebnisbad Schobüll. „Hier reden wir aber über Summen im Millionenbereich“ sagt Schmitz. Und das gehe eben nicht ohne die von Kiel geforderte lokale Tourismus-Organisation. Anfang Juli stehe daher ein Treffen mit Vertretern der Ämter Südtondern, Mittleres Nordfriesland und Nordsee-Treene sowie Pellworm an. „Wir sind hier in die Pflicht genommen und ich möchte den Zusammenschluss auf den Weg zu bringen.“ Notfalls auch in einer Größenordnung unterhalb der eigentlich geforderten Kriterien. So könne etwa eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts als „geringstmögliche Form der Zusammenarbeit seitens des Landes noch akzeptierungsfähig und förderungswürdig sein“. Entsprechende Beispiele gebe es schon aus anderen Gebieten Schleswig-Holsteins. Und er sei „wild entschlossen, hier jetzt Pflöcke einzuschlagen“.

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